
Naturwunder in Lack gemalt
Hariya Kinuyo
Hariya Kinuyo ist ein maki-e Die Künstlerin aus Yamanaka Onsen in Kaga, Präfektur Ishikawa, ist zertifizierte Meisterin der traditionellen Kunsthandwerke im Bereich der dekorativen Yamanaka-Lackwaren. Geprägt von ihrer Kindheit inmitten unberührter Natur, zeigen ihre Werke häufig Lebewesen, darunter Katzen und Eulen. Mit fundierten Kenntnissen der traditionellen Technik und dem ständigen Streben nach neuen Ausdrucksformen arbeitet sie gemeinsam mit ihrer Familie daran, die Maki-e-Kunst dem Alltag näherzubringen.
Malerische Ausdrucksformen in Maki-e
Im Zentrum von Hariyas Werk steht ein malerischer Ansatz in der Maki-e-Technik, der es Linien ermöglicht, sich frei zu bewegen und Bilder sanft aus der durch die Lacktechnik geformten Oberfläche hervortreten zu lassen. Urushi Lack und Goldpuder. Ihr SaibyoDie -maki-e-Technik erzeugt Tiefe durch Schichten feiner Striche und erzeugt Schatten, Licht und subtile Abstufungen, die eher mit Zeichnen oder Malen als mit traditionellen dekorativen Motiven in Verbindung gebracht werden.
Diese Sensibilität wurzelt in ihrer frühen Vertrautheit mit der Ölmalerei und ihrer Bewunderung für westliche dekorative Kunst. Die Weichheit und die fließenden Konturen des Jugendstils sind bis heute fester Bestandteil ihrer Bildsprache und verschmelzen auf natürliche Weise mit der stillen Eleganz japanischer Lackkunst. So strahlen ihre Bilder Zartheit und Wärme aus – lebendige Formen, mit Feingefühl und dem Blick einer Malerin dargestellt.
Verborgene Details, sich wandelnde Eindrücke
Hariyas Werk ist von einer spielerischen Leichtigkeit durchdrungen, die auf natürliche Weise die Stimmung hebt. Sie spricht davon, kleine, bewusst eingesetzte Elemente in ihre Arbeiten einzuweben – ein Ansatz, der den Kern ihrer künstlerischen Welt bildet. Was sie an ihrem Schaffen schätzt, ist der Überraschungseffekt, der durch solche Details entsteht, eine Idee, die eng mit ihren Wurzeln in der Teeherstellung verbunden ist.
Für Hariya werden lebhafte Kontraste selbst zu sorgfältig durchdachten Elementen. Sie hat Freude daran, sich Momente der Entdeckung vorzustellen, und glaubt, dass das Ermöglichen solcher Erlebnisse Teil der Freude am Schaffen ist.
In ihren Werken koexistieren Zärtlichkeit und Stärke und offenbaren je nach Perspektive unterschiedliche Ausdrucksformen. Dieses Wechselspiel gegensätzlicher Eigenschaften ist zentral für ihre Kunst. Durch sorgfältige Linienführung und die Sensibilität einer Malerin verleiht sie jeder Fläche mehr als nur eine einzige Geschichte.

Biografie
Hariya Kinuyo wurde in Yamanaka Onsen, Kaga, Präfektur Ishikawa, geboren. 1981 begann sie, sich mit der Maki-e-Technik für Teegeschirr zu beschäftigen und gründete später mit ihrem Mann ein Lackwarenatelier. Seitdem fertigt sie sowohl dekorative als auch dreidimensionale Lackarbeiten an.
1994 erhielt sie den Grand Prix beim Tableware Festival, und 1995 wurde sie vom Ministerium für Internationalen Handel und Industrie als traditionelle Handwerkerin zertifiziert.
1997 wurde ihr auf der Internationalen Netsuke-Gesellschaftskonferenz in Hawaii der Nachwuchspreis verliehen. Ihre Werke wurden mehrfach in die Prinz-Takamado-Netsuke-Sammlung aufgenommen. Ihre raffinierte und detailreiche Kunstfertigkeit hat ihr sowohl in Japan als auch international hohes Ansehen eingebracht.
Im Jahr 2019 erhielt sie auf der Japanischen Ausstellung für traditionelles Kunsthandwerk die höchste Auszeichnung, den Preis des Sprechers des Repräsentantenhauses.
Zu ihrem Handwerk gehören Teeutensilien, Accessoires, Netsuke (kleine skulpturale Knebelverschlüsse, die an der Taille eines Kimonos getragen werden) und kleine Objekte, die sich alle durch fein geschichtete Linienführung, nuancierte Farben und einen sanften Blick für Lebewesen auszeichnen.





