Lackhandwerker von Yamanaka
Der Lackiervorgang lässt sich grob in drei verschiedene Arbeitsschritte unterteilen: Grundierung, Zwischenlackierung und schließlich das Auftragen der Decklackierung.

Der Lackierprozess gliedert sich grob in drei Schritte: Grundierung, Zwischenbeschichtung und Auftragen der Deckschicht.
Die Grundierung dient als Füllschicht. Lack wird auf den Holzsockel aufgetragen und dringt ins Holz ein. Nach zweitägiger Trocknung wiederholt sich dieser Vorgang mehrmals. Das Polieren zwischen den Schichten verleiht der Schale eine glattere Textur und ein feines Gefühl in der Hand. Die Herstellung einer Schale dauert mindestens 15 Tage.


Yamanaka-Lackhandwerker Herr Ueda

Die für Yamanaka-Lackwaren charakteristische Lackiermethode heißt „Fukiurushi (oder Suriurushi)". Dabei wird roher Lack aufgetragen und mit Papier wieder abgewischt – dieser Vorgang wiederholt sich. Der Lack füllt die feinen Holzmaserungen und betont deren Schönheit. Herr Ueda, der sich auf dieses Handwerk spezialisiert hat, zählt zu den besten Handwerkern der Yamanaka-Region.
Während die meisten Handwerker im Sitzen arbeiten, besteht Herr Ueda darauf, beim Lackieren zu stehen. Die manuell gedrehte Scheibe ist sein unverzichtbares Werkzeug. Viele nutzen elektrische Drehscheiben, doch laut Herrn Ueda lassen sich manuelle Scheiben leichter stoppen und drehen – das ermöglicht feine Anpassungen beim Lackauftrag.

Er hat auch eigene Regeln für das Papier und Tuch, mit denen er die Oberfläche glättet und den letzten Schliff gibt.
Das Papier stammt aus der benachbarten Präfektur Fukui mit ihrer florierenden Textilindustrie – es dient dort zum Verpacken fertiger Textilprodukte. Da es mäßig weich ist und wenig Staub erzeugt, eignet es sich zum Abwischen des aufgetragenen Lacks.


Produkt von Herrn Ueda
Yamanaka-Fukiurushi-Handwerker Herr Morimoto

Herr Morimoto ist ein Handwerker, der mit der „Fukiurushi"-Methode Lack auf „Itamono(Hiramono)"-Produkte wie Tabletts aufträgt. Als wir ihn zum Interview besuchten, waren seine ersten Worte: „Nicht zu lange bitte, ich bin ziemlich beschäftigt" – doch dann empfing er uns herzlich mit einem freundlichen Lächeln.
Er trägt Lack mit dem Pinsel auf den Holzsockel auf, wischt ihn dann ab und verteilt ihn über die Oberfläche. Das wiederholte Polieren und Beschichten verstärkt die Schönheit der Holzmaserung und den für Lack charakteristischen Glanz.




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