
Kutani-Keramikstile, entstanden aus Japans Modernisierung
Von Team MUSUBI
Die Kutani-Keramik, die sich durch ihre lebhaften Muster auszeichnet, hat sich in den 360 Jahren seit ihrer Entstehung gewandelt und dabei eine Vielzahl von Kulturen aufgenommen.
Dieser Artikel stellt sieben Kutani-Keramikstile vor, die im Zuge der Modernisierung und Internationalisierung Japans ab der Meiji-Zeit (1868–1912 n. Chr.) entstanden sind.
Um mehr über die Geschichte der Kutani-Keramik zu erfahren, klicken Sie bitte unten.
Inhaltsverzeichnis
Der farbenfrohe und blumige Hanazume-Stil

Hanazume (Mit Blumen gefüllt) ist ein luxuriöser und prachtvoller Stil, der Ihnen einen reichen Farbreichtum und die Pracht der Goldpigmente näherbringt. Durch die üppige Farbgebung wirkt es, als würden die Blumen unaufhörlich aus dem Inneren des Keramikstücks emporwachsen. Die Kombination aus Kutani-Keramik und dem glamourösen Goldpigment verleiht dieser traditionsreichen Maltechnik eine neue, besondere Note.

Der Hanazume-Stil verziert Keramikstücke mit vielfältigen Blumenmotiven. Nach dem ersten Brand werden die Blüten zusätzlich mit Gold umrandet und ein zweites Mal gebrannt. Die eleganten Farben und die prachtvolle Glasurdekoration erfreuen sich großer Beliebtheit.
Schön und Gold Yuri-Kinsai

Yuri-kinsai Diese Keramikart ist bekannt für ihre glänzende Glasur und den wunderschönen Schimmer von Blattgold. Sie entstand durch die Kombination von Blattgold, einem traditionellen Handwerk der Stadt Kaga in der Präfektur Ishikawa, und Kutani-Keramik.
Yuri-kinsai ist eine Produktionstechnik, bei der ein Muster mit Blattgold, Goldfarbe oder anderen Goldpigmenten auf ein Keramikstück gemalt, glasiert und gebrannt wird. Im Gegensatz zu kinrande Bei dieser Technik wird Gold mit einem Pinsel aufgetragen. Dabei werden Blattgoldstücke unterschiedlicher Dicke entlang der Linien eines Bildes oder Musters ausgeschnitten, auf das Keramikstück geklebt und anschließend vor dem Brennen mit einer transparenten Glasur überzogen. Das dünne und schwer zu verarbeitende Material Blattgold lässt sich ohne geschickte Technik nicht formen und gestalten.
Anspruchsvoll und Silber Yuri-Ginsai

Yuri-ginsai Dabei wird eine Technik angewendet, bei der ein Muster aus Silberblatt auf ein Keramikstück aufgebracht, mit einer transparenten Glasur überzogen und anschließend gebrannt wird.
Transparente Pigmente und Kutani gosai Für die Glasur wird Silber verwendet. Im Gegensatz zu Gold, das durch seinen starken Glanz und seine Präsenz besticht, besitzt Silber einen subtilen Schimmer und strahlt eine tiefe Schönheit aus. Dank dieser Subtilität harmoniert Silber wunderbar mit farbigen Glasuren und verleiht den Objekten eine edle Optik. Normalerweise oxidiert Silber und verfärbt sich schwarz, doch eine Glasur verhindert diese Oxidation. Ein weiterer Vorteil von Yuri-Ginsai ist, dass man sich lange an den wunderschönen Silberblatt-Stücken erfreuen kann.
Fein gepunktetes Aochibu

Feine, kleine Punkte füllen den Bereich um ein wunderschönes, dreidimensionales Goldmuster. Die Punkte sind einzeln in Schichttechnik aufgetragen – ihre geringe Größe und Detailgenauigkeit zeugen von herausragender Handwerkskunst. Dieser Malstil ist relativ neu und entstand in der Taishō-Ära (1912–1926 n. Chr.).

Aochibu (blaue Punkte) ist eine Technik, bei der ein auf einen gleichmäßigen Untergrund aus schwarzer Farbe gemaltes Muster mit einem Werkzeug namens Punktierwerkzeug eingeritzt wird. Ichchin Es entstehen zahlreiche erhabene Punkte. Es ist äußerst schwierig, kleine Punkte gleicher Größe zu zeichnen, ohne die Gesamtwirkung des Musters zu beeinträchtigen. Das Muster als Ganzes erzeugt einen wunderschönen Welleneffekt. Je kleiner die Punkte sind, desto geschickter ist der Künstler. Neben Aochibu gibt es auch Techniken in verschiedenen Farben, wie zum Beispiel … Shirochibu (weiße Punkte) und Kinchibu (goldene Punkte).
Der juwelenartige Glanz von Saiyu

Saiyu Die farbige Glasur erinnert an die unbegrenzten Möglichkeiten von Kutani Gosai (Rot, Grün, Gelb, Lila und Marineblau). Je nach Lichteinfall verändert sich der Ausdruck der Glasur und erzeugt so einen juwelenartigen Glanz auf der Oberfläche der Keramikstücke.
Das Auftragen von Glasur auf die Oberfläche von Keramikstücken wird Saiyu genannt – eine Technik, die Schönheit nicht durch Muster, sondern durch die Farbe selbst ausdrückt. Die auf das Grundmaterial aufgetragene Glasur wird beim Brennen glasartig und verleiht der Oberfläche des farbigen Porzellans ihren Glanz.
Saiyu verwendet eine Technik, bei der farbige Glasuren gemischt und verschiedene Farbtöne auf den Boden eines Keramikstücks aufgetragen werden. Dadurch entsteht nicht nur Glanz, sondern auch ein wunderschöner Farbverlauf auf der Oberfläche. Während die Aufglasurmalerei üblicherweise bei niedrigen Brenntemperaturen von etwa 500–800 °C erfolgt, wird Saiyu-Porzellan bei mittleren Brenntemperaturen von 1040 °C gebrannt.
Feiner und erfahrener Mohitsu Saiji

Mohitsu Saiji (Feinpinselschrift) ist ein Stil des Schreibens klassischer Literatur, wie zum Beispiel chinesischer Poesie und waka Gedichte auf Keramikstücken. Das Manyoshu (die älteste Anthologie japanischer Poesie) ist schwer lesbar, und Waka-Gedichte sind ohne moderne Übersetzungen schwer verständlich. Dies ermöglicht es Ihnen, den kalligrafischen Stil ungestört zu genießen. Kutani Mohitsu Saiji entstand in der Meiji-Zeit, als die Kutani-Keramik ihre Blütezeit erlebte. Um sie von anderen Keramikarten abzugrenzen und einzigartig zu machen, wurden Schriftzeichen auf die Innenseite der Keramikstücke geschrieben, die normalerweise nicht bemalt waren.

Die feinen Schriftzeichen waren nur wenige Millimeter groß und so detailliert und kunstvoll gezeichnet, dass man sie mit einer Lupe betrachten musste. Diese Technik ist in der Töpferkunst äußerst selten. Die kleinen Buchstaben sind in einer geraden, gleichmäßigen Linie von oben nach unten geschrieben.

Nach der Meiji-Zeit entwickelte sich die Hohistsu-Saiji-Technik in der südlichen Präfektur Ishikawa eigenständig als Ausdrucksform, die die filigranen Maltechniken der Kutani-Keramik ergänzte. Viele Stücke weisen Schriftzeichen im Inneren auf, die den Betrachter mit ihrer hohen Handwerkskunst beeindrucken. Die für die Schriftzeichen verwendete Glasur enthält Mangan und ist sehr klebrig. Dadurch lassen sich feine und schöne Schriftzeichen anbringen.
Einzigartige und faszinierende Keramikskulpturen

Kutani-Keramikskulpturen sind sehr ausdrucksstark und warmherzig. Sie wirken so lebendig, fast so, als hätten sie eine Seele.
Die Keramikbildhauerei ist eine Technik, bei der aus Ton Menschen, Buddha-Figuren, Tiere und Glücksbringer geformt werden. Diese Technik wird in der Kutani-Keramik seit der Meiji-Zeit angewendet. Der Produktionsprozess Die Technik besteht darin, eine Tonform anzufertigen und die Skulptur anschließend von Hand zu gestalten. Gesichtsausdruck und Pose werden maßgeblich durch das Können und den Stil des Künstlers bestimmt. So können Sie sowohl die Detailgenauigkeit als auch die leuchtenden Farben der Kutani-Keramik bewundern.
Reisen Sie nach Ishikawa und entdecken Sie den Charme der Kutani-Keramik.
Im Laufe ihrer langen Geschichte hat die Kutani-Keramik ihre Traditionen bewahrt und gleichzeitig neue Techniken und Designs eingeführt. Wie bereits erwähnt, gibt es viele verschiedene Stile der Kutani-Keramik, sodass Sie die Einzigartigkeit jedes einzelnen Stücks genießen können. Entdecken Sie die Vielfalt der Techniken und Stile der Kutani-Keramik und finden Sie bestimmt Ihren Favoriten. Besuchen Sie die Präfektur Ishikawa und erfahren Sie mehr über den Charme der in diesem Artikel vorgestellten Kutani-Keramik!






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