Entdecken Sie den Charme der japanischen Izakaya-Kultur!
Wir stellen die japanische Izakaya-Kultur vor und geben Tipps, wie man einen Izakaya genießen kann – für alle, die ihren Charme noch nicht kennen und eines Tages selbst einen besuchen möchten.

Mit der jüngsten Lockerung der COVID-19-Bestimmungen sind viele Menschen wieder bereit, ins Ausland zu reisen. Laut Daten der Japan National Tourism Organization (JNTO) ist die Zahl ausländischer Besucher in Japan im Dezember 2022 und Januar 2023 zwei Monate in Folge gestiegen.
Kulinarische Attraktionen wie Spaziergänge durch Asakusa, Meeresfrüchte-Restaurants am Toyosu-Markt und Lebensmittelabteilungen in Kaufhäusern in Ginza verzeichnen in letzter Zeit viele ausländische Touristen – das Interesse an Japans Esskultur ist deutlich spürbar. Die Esskultur eines fremden Landes zu entdecken, verleiht jeder Reise eine zusätzliche Dimension.
Bei der Fülle an Möglichkeiten kann das Essen in Japan jedoch überwältigend wirken. Unter den vielen Optionen sticht eine Gastronomieform hervor, die von jenen bevorzugt wird, die etwas Besonderes suchen: das „Izakaya (japanische Kneipe)".
In diesem Artikel stellen wir Ihnen Japans Izakaya-Kultur vor und geben Tipps, wie Sie ein Izakaya genießen können – für alle, die mit diesem Konzept noch nicht vertraut sind und eines Tages eines besuchen möchten.
Die Merkmale eines Izakaya

Die Geschichte des Izakaya
Das Izakaya, bekannt für seine besondere Esskultur, entstand vermutlich in der Edo-Zeit (ca. 1603–1867). In der frühen Edo-Zeit kaufte man Alkohol und trank ihn zu Hause. Ab der mittleren Edo-Zeit begannen Sake-Läden, leichte Snacks zum Alkohol anzubieten. Immer mehr Menschen blieben in diesen Läden und tranken vor Ort – so entstand der Begriff „Izakaya", zusammengesetzt aus drei chinesischen Schriftzeichen: „i" (bleiben), „sake" (Alkohol) und „ya" (Laden).
Nach dem Krieg entstanden aus den verbrannten Ruinen Schwarzmärkte. Mit ihnen kamen zahlreiche günstige Trinklokale – Essensstände, Stehkneipen. Als Japans Wirtschaft Mitte der 1950er-Jahre zu boomen begann, eröffneten immer mehr Bars im ganzen Land. Büroangestellte besuchten diese Bars nach der Arbeit, um Stress abzubauen. Izakaya-Ketten gewannen an Popularität, und in den 1980er-Jahren stieg die Zahl der Besucher mit dem weiteren Wirtschaftswachstum stark an. Seitdem hat sich das Izakaya als ungezwungener, alltäglicher Anlaufpunkt etabliert.
Bestellen wie ein Einheimischer


Wenn Sie unsicher sind, was Sie bestellen sollen, wählen Sie eine Auswahl an Standardgerichten von der Karte. Die Speisekarte umfasst etwa acht Kategorien, und hier sind einige beliebte Optionen, die als Orientierung dienen können.
- Vorspeisen: „Edamame" (grüne Sojabohnen), frittierter Tofu, Pommes frites, gekühlter Tofu, gesalzener Kohl
- Salate: Kartoffelsalat, Daikon-Rettich-Salat, Caesar Salad
- Getränke: Bier, Shochu (japanischer Destillat), Sour (Cocktails mit Shochu), Whisky mit Soda, Fruchtwein, alkoholfreie Getränke
- Beilagen: japanisches Omelett-Röllchen, Tempura, geschmortes Fleisch
- Fisch: gemischtes Sashimi, Atka-Makrele, frittierte Stachelmakrele
- Fleisch: frittiertes Hähnchen, gegrillte Hähnchenspieße, frittierte Spieße, frittiertes Schinkenschnitzel, Hähnchenflügel
- Hauptgerichte: „Ochazuke" (Reis mit grünem Tee), „Yaki-Onigiri" (gegrillte Reisbällchen), Reisbrei
- Dessert: Eiscreme, Sorbet, Mandelgelee, Mango-Pudding
3 empfohlene Izakaya-Gassen in Tokio
1. Nonbei Yokocho/Shibuya

Nach Kriegsende versammelten sich ab etwa 1950 zahlreiche Straßenverkäufer und schufen lebhafte Ess- und Trinkgassen in diesem Viertel. Heute drängen sich etwa 40 kleine Izakayas auf engem Raum, und manche Familien kommen bereits in dritter Generation hierher. Darunter steht ein Yakitori-Laden mit einem geheimen Saucenrezept, das seit sechs Jahrzehnten weitergegeben wird. Unzählige Besucher haben seine Atmosphäre und seinen Reiz erlebt.
2. Golden Gai/Shinjuku

Kabukicho in Shinjuku beherbergt einen außergewöhnlichen Ort, an dem sich rund 300 kleine Trinklokale versammelt haben. Dieser besondere Ort wurde im „Michelin Green Guide Japan" vorgestellt und ist ein beliebtes Ziel für ausländische Touristen. Es gibt viele einzigartige und freundliche Ladenbesitzer – warum also nicht einen Izakaya-Rundgang versuchen?
3. Hoppy Street/Asakusa

Dies ist eine etwa 80 Meter lange Seitengasse in der Nähe des Asakusa-Tempels, auch bekannt als „Schmorgasse". Viele der Izakayas öffnen bereits tagsüber, und einige bieten Sitzplätze im Freien, wo Gäste köstliche Speisen und Getränke genießen können. Zahlreiche Besucher kommen, um Sho-chans zarten Rindersehnen-Eintopf zu kosten.

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