So gelingen Ihnen wunderschöne Fotos von Speisen und Geschirr mit Ihrem Smartphone
Mit diesen einfachen Tipps zur richtigen Beleuchtung, zum richtigen Winkel und zur Bildkomposition gelingen Ihnen mit Ihrem Smartphone atemberaubende Fotos von Speisen und Geschirr.

Ihr lang ersehntes Geschirr ist endlich aus Japan eingetroffen. Sie packen es aus mit der vorsichtigen Freude eines Museumskurators, der ein unbezahlbares Exponat in Händen hält. Das Design, die Textur, die Farbe – alles an dem Stück entspricht Ihren Erwartungen. Sie stellen sich bereits vor, welches köstliche Gericht Sie darauf servieren werden.
Voller Vorfreude stellen Sie es auf den Tisch, räumen die Umgebung frei und öffnen die Vorhänge, um weiches Tageslicht hereinzulassen. Alles ist perfekt. Sie greifen zum Smartphone und machen ein Foto, in der Hoffnung, den Moment festzuhalten. Nach dem Klick blicken Sie erwartungsvoll auf den Bildschirm … doch das Bild entspricht nicht Ihren Vorstellungen. Die Farbe wirkt weniger lebendig, die Glasur nicht so glänzend, das Design nicht so ausdrucksstark – irgendwie hat Ihr schönes Stück nicht dieselbe Präsenz wie in der Wirklichkeit.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Keine Sorge! Um gute Fotos von Ihrem Geschirr zu machen, brauchen Sie weder eine professionelle Kamera noch fortgeschrittene Kenntnisse – nur ein paar einfache Tricks mit Ihrem Smartphone. Folgen Sie diesen Schritten, und Sie werden jedes Mal beeindruckende Aufnahmen machen können.
Das Geheimnis eines guten Fotos beginnt, bevor Sie überhaupt den Auslöser drücken. Ein wenig Vorbereitung kann aus einem Foto, das etwas flach wirkt, eines machen, das die Schönheit Ihres Geschirrs wirklich widerspiegelt.
✔ Reinigen Sie Ihre Kameralinse. Staub und Fingerabdrücke können Details verwischen – wischen Sie sie vor dem Start kurz ab.
✔ Nutzen Sie die Rasterfunktion Ihres Smartphones. Falls verfügbar, schalten Sie sie ein, um Ihre Aufnahme besser ausbalanciert zu rahmen.


Nun zu einigen Grundlagen, die Ihnen helfen, die beste Aufnahme zu erzielen!
Dem Licht folgen – Natürlich ist am besten
Licht ist alles in der Fotografie. Das richtige Licht bringt die Farben und Texturen Ihres Geschirrs zur Geltung, während schlechtes Licht sie flach wirken lässt. Für Anfänger kann das Konzept „gutes Licht" jedoch vage erscheinen. Welche Art von Licht funktioniert am besten? Wie findet man es? Wir zerlegen es in einfache, umsetzbare Schritte.
Schnelle Tipps:
✔ Nutzen Sie wann immer möglich natürliches Licht. Stellen Sie Ihr Stück in die Nähe eines Fensters, um weiches, natürliches Licht optimal zu nutzen. Dämpfen Sie direktes Sonnenlicht, da hartes Sonnenlicht starke Schatten erzeugt. Schließen Sie Spitzenvorhänge oder Jalousien leicht für einen weicheren Effekt.
✔ Vermeiden Sie das Mischen von Lichtquellen. Die Kombination von natürlichem und künstlichem Licht kann Farben verfälschen und Geschirr unnatürlich wirken lassen. Wenn natürliches Licht ausreicht, müssen Sie das Raumlicht nicht einschalten.
✔ Verwenden Sie eine weiße Oberfläche, um Licht zu reflektieren. Eine weiße Serviette, Papier oder ein Platzdeckchen kann Licht auf Ihr Geschirr zurückwerfen und Schatten mildern.
✔ Bei Verwendung von Raumbeleuchtung positionieren Sie diese schräg. Deckenleuchten von oben erzeugen härtere Schatten – nutzen Sie eine Lampe für ein natürlicheres Aussehen.
✔ Profi-Tipp! Probieren Sie sogenanntes umgekehrtes Gegenlicht. Positionieren Sie sich so, dass die Lichtquelle in einem 45-Grad-Winkel hinter Ihrem Motiv steht – diese Technik verstärkt den Glanz der Glasur, die Transparenz von Glas und die Fülle von Saucen und lässt sie in Ihrer Aufnahme schön schimmern.


Den richtigen Winkel finden
Der gewählte Winkel kann über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Aufnahme entscheiden. Bestimmte Winkel funktionieren besser, je nach Geschirr und Speise.
Beste Winkel zum Ausprobieren:
✔ Von oben (Flat Lay): Funktioniert gut bei flachen Tellern oder Speisen mit einer ausgeprägten Form wie einem Kuchen. Dieser Winkel eignet sich auch hervorragend, um die gesamte Komposition einer Tischdekoration einzufangen und zu zeigen, wie Ihr neuer Teller oder Ihr Tablett in die Tischlandschaft passt. Er fügt zwar nicht viel Tiefe hinzu, ist aber ideal, um Formen, Texturen und Anordnungen klar und strukturiert zu präsentieren.
✔ 45-Grad-Winkel: Der Standard-Winkel. Wirkt natürlich und ahmt nach, wie wir Speisen im Sitzen sehen – vielseitig für die meisten Gerichte. Ein 45-Grad-Winkel ist tatsächlich steiler, als Sie vielleicht erwarten, also positionieren Sie sich so, als würden Sie leicht auf das Stück herabblicken, um die schmeichelhafteste Perspektive einzufangen. Eine sorgfältig gerahmte Nahaufnahme aus diesem Winkel kann das Schimmern der Glasur, die knusprigen Kanten von Tempura oder die geschichteten Texturen eines Gerichts wie dieses Spinat-Karotten- goma-ae mit Sesamdressing hervorheben.
✔ Seitenwinkel: Wenn Sie einen sauberen Querschnitt einfangen möchten, funktioniert ein gerader Seitenwinkel gut. Wenn Ihr Gericht schmelzenden Käse, glänzende Tropfen oder einen schön geschnittenen Querschnitt wie ein Frucht-Sandwich zeigt, verstärkt eine seitliche Nahaufnahme die visuelle Wirkung.


Richtig rahmen
Ein gut gerahmter Bildausschnitt macht den Unterschied. Er lenkt den Blick des Betrachters und hebt hervor, was in Ihrem Foto am wichtigsten ist. Dasselbe Setup kann visuell ansprechender und gezielter wirken, wenn Sie den Fokus richtig setzen.
Schnelle Tipps:
✔ Verschieben Sie Ihr Motiv leicht aus der Mitte. Das erzeugt ein dynamischeres und natürlicher wirkendes Foto.
✔ Füllen Sie den Rahmen bei Bedarf. Einen Teil des Tellers abzuschneiden kann einen künstlerischen Eindruck erzeugen und den Fokus auf Details lenken.
✔ Lassen Sie Negativraum für Balance. Nicht jeder Teil des Bildes muss gefüllt sein – leerer Raum hilft, einen überladenen Eindruck zu vermeiden.
✔ Nutzen Sie die Drittel-Regel. Stellen Sie sich ein 3x3-Raster auf Ihrem Bildschirm vor und richten Sie Schlüsselelemente entlang dieser Linien aus für eine visuell ansprechende Aufnahme.


Einfaches Styling
Ein schöner Teller kann für sich allein stehen, doch ein gut geplanter Hintergrund bereichert Ihre Aufnahme. Er kann Ihrem Teller eine Geschichte geben oder andeuten, was jenseits des Rahmens liegen könnte.
Es ist jedoch leicht, in die Falle zu tappen, alles auf dem Tisch ins Bild zu bringen – was die Aufnahme überladen wirken lässt. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf wenige ergänzende Elemente, die Ihr Geschirr betonen, statt mit ihm zu konkurrieren.
Kurztipps:
✔ Bleiben Sie bei neutralen Hintergründen. Ein Holztisch, Leinentuch oder eine schlichte weiße Fläche lenkt den Fokus auf Ihr Geschirr.
✔ Setzen Sie Requisiten gezielt ein. Eine Teetasse neben wagashi erzählt eine Geschichte – zu viele Accessoires erzeugen Chaos.
✔ Beginnen Sie einfach. Wenn Sie unsicher sind, starten Sie mit einem neutralen Teller, einer natürlichen Oberfläche und einem kleinen Akzent wie Essstäbchen oder einer Serviette.
✔ Lassen Sie das Foto eine Geschichte erzählen. Ein angeschnittener Teller oder eine lässig gefaltete Serviette lassen das Bild einladender und lebendiger wirken.
Aufnahmen im Freien
Beim Fotografieren von Tischszenen im Freien können einige einfache Anpassungen den Unterschied ausmachen, um eine helle, luftige Komposition zu erreichen.
✔ Halten Sie Ihr Objektiv sauber. Bedingungen im Freien können zu Flecken oder Staub auf dem Objektiv führen, was die Bildschärfe beeinträchtigt. Ein kurzes Abwischen vor der Aufnahme sichert klare Ergebnisse.
✔ Achten Sie auf Gegenlicht. Beachten Sie die Position der Sonne, um harte Schatten oder überbelichtete Bereiche zu vermeiden. Passen Sie Ihren Winkel an oder nutzen Sie Reflektoren, um das Licht auszugleichen.
✔ Schaffen Sie ein Gefühl von Offenheit. Objekte am Tischrand statt in der Mitte platziert lassen mehr Freiraum und helfen, eine entspannte, mühelose Wirkung zu erzielen.


Sie brauchen keine aufwendige Ausrüstung, um schöne Fotos von Speisen und Geschirr zu machen – nur etwas Aufmerksamkeit für Licht, Winkel und Komposition. Mit diesen Tipps werden Ihre Fotos von gewöhnlich zu ansprechend, und Ihr geschätztes Stück strahlt im Bild genauso schön wie im Leben.
Also legen Sie los – nehmen Sie Ihr Telefon, decken Sie den Tisch und beginnen Sie zu fotografieren. Sie werden überrascht sein, wie viel diese kleinen Änderungen bewirken!
Ein besonderer Dank gilt unserem Kreativteam, dessen aufmerksamer Blick und durchdachter Ansatz helfen, die Essenz jedes Stücks hervorzubringen – nicht nur seine Form, sondern das Gefühl, das es vermittelt.
Wir sind hier, um Ihnen zu helfen, Ihre Lieblingsstücke in vollem Umfang zu genießen – für sich selbst und zum Teilen mit anderen. Halten Sie die Schönheit fest und verbreiten Sie die Freude!
Stay close to the craft
Now and then, a quiet letter — new stories, seasonal notes, and the hands behind the work.




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@Monte Fredericks,
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M. Fredericks
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