Maki-e 蒔絵
蒔 sprinkle · 絵 picture
Maki-e ist eine Dekorationstechnik für Lackwaren, bei der Metallpulver wie Gold- oder Silberstaub auf weichen, frisch aufgetragenen Lack gestreut werden, um ein Muster zu erzeugen. Der Begriff bedeutet wörtlich „bestreutes Bild“. Die Technik hat ihren Ursprung in der Nara-Zeit und erlebte ab der Heian-Zeit eine Blütezeit. Zu den Haupttypen zählen Togidashi Maki-e, Hira Maki-e und Taka Maki-e. 1955 wurde sie zum wichtigen immateriellen Kulturgut erklärt.
Kunsthandwerker gestalten mit gekonnten Pinselstrichen farbigen Lacks und einer Prise Metallstaub filigrane Muster. Dabei muss das Pulver präzise auf den noch feuchten Lack aufgestreut werden. Anschließend wird die transparente Deckschicht sorgfältig poliert, um den Schimmer des darunterliegenden Metalls hervorzuheben.




