Verliebe dich in Ginkgo: Goldene Blätter und leckere Köstlichkeiten
Entdecken Sie die Schönheit der goldenen Ginkgobäume Japans, von ihren ikonischen fächerförmigen Blättern bis hin zu den leckeren, saisonalen gerösteten Nüssen.

Da die Sommer jedes Jahr etwas länger werden, wächst die Vorfreude auf den Herbst. Doch es sind nicht nur die kühleren Brisen und längeren Nächte, die diese Jahreszeit so ersehnt machen. Der Herbst in Japan ist die Zeit, in der die Landschaft in warme, feurige Farben ausbricht, wenn sich die Blätter zu verfärben beginnen.
Und wenn es darum geht, das Gefühl zu vermitteln, dass der Herbst wirklich angekommen ist, stiehlt der Ginkgobaum allen die Show. Diese leuchtend gelben Bäume sind unmöglich zu übersehen – besonders wenn Sie durch eine Decke ihrer Blätter spazieren. Entdecken Sie einen weiteren Reiz des japanischen Herbstes mit allem rund um den Ginkgo: von seinen auffälligen Farben und klar definierten Blättern bis zu seiner berühmt eigenwilligen (aber überraschend schmackhaften) Frucht – ein wahres Geschenk der Saison. Wir haben den goldenen Ginkgo-Teppich nur für Sie ausgerollt.
Der Ginkgobaum: Ein lebendes Fossil
Der Ginkgobaum, auf Japanisch icho genannt, wird oft als „lebendes Fossil" bezeichnet, da seine Ursprünge über 200 Millionen Jahre in die prähistorische Zeit zurückreichen. Während die meisten seiner Arten ausstarben, überdauerte der Ginkgo die Zeitalter. Wie und wann er nach Japan gelangte, bleibt rätselhaft, doch viele Theorien deuten darauf hin, dass er aus China eingeführt wurde. Interessanterweise tauchten schriftliche Erwähnungen von icho erst in der Poesie der Edo-Zeit (1603–1868) auf.
Ginkgobäume finden sich oft in der Nähe von Tempeln und Schreinen, wo sie Ausdauer und Langlebigkeit symbolisieren. Diese Widerstandsfähigkeit überrascht nicht, denn der Ginkgo hat mehrere Aussterbeereignisse und Naturkatastrophen überstanden, wie der berühmte Ginkgo am Tsurugaoka Hachimangu-Schrein in Kamakura, der sich nach seiner Entwurzelung durch einen Taifun im Jahr 2010 regenerierte.
Herbstliches Goldleuchten: Die Verwandlung des Ginkgo
Wenn der Herbst über Japan zieht, schaffen die leuchtend gelben Blätter des Ginkgobaums ein beeindruckendes visuelles Schauspiel. Doch was verursacht diese goldene Verwandlung?
Der gelbe Farbton stammt von Pigmenten namens Carotinoide, die zurückbleiben, während sich das Chlorophyll (das grüne Pigment) mit den kürzeren Tagen und kühleren Temperaturen abbaut. Das einzigartige Gelb ist besonders auffällig, da der Ginkgo oft einer der letzten Bäume ist, der sich im Herbst vollständig verfärbt. Während viele andere Bäume eine Mischung von Farben zeigen, nehmen die Blätter des icho ein einheitliches, strahlendes Gold an und schaffen ein faszinierendes Blätterdach, das Straßen, Parks und Tempel bedeckt.
Die ikonischen fächerförmigen Blätter
Eines der markantesten Merkmale des Ginkgobaums sind seine charakteristischen fächerförmigen Blätter. Anders als die komplizierten Lappen oder Spitzen anderer Baumblätter sind Ginkgoblätter einfach und symmetrisch. Während Sie möglicherweise leichte Variationen in den Einschnitten an der Spitze bemerken, sind die Blätter in ihrer Form nahezu identisch. Diese charakteristische Form, kombiniert mit ihrer dichten Anordnung, trägt zur ästhetischen Gesamtwirkung bei. Doch nicht nur ihr Aussehen ist faszinierend; die Blätter haben auch eine einzigartige evolutionäre Geschichte. Als sich der Ginkgobaum vor Millionen von Jahren entwickelte, passten sich seine Blätter an, um Sonnenlicht effizienter zu absorbieren, mit einer breiten Oberfläche, die die Lichtaufnahme maximiert. Noch heute bleibt diese Form ein bestimmendes Element des Ginkgo-Charmes und verleiht ihnen eine zeitlose, fast überirdische Präsenz.
Interessante Tatsache: Das Ginkgoblatt ist so ikonisch, dass es sogar als Symbol Tokios dient. Das offizielle Emblem der Metropole Tokio besteht aus drei Bögen, die einem Ginkgoblatt ähneln und den Buchstaben „T" für Tokio darstellen sollen. Das Logo wird typischerweise in einem lebendigen Grün dargestellt, um Tokios zukünftiges Wachstum, Charme und Ruhe zu symbolisieren. Dieses Emblem wurde am 1. Juni 1989 offiziell angenommen und festigte das Ginkgoblatt als kraftvolles und dauerhaftes Symbol in der japanischen Kultur.
Ginnan: Die kulinarische Köstlichkeit der Ginkgonüsse

Unter den verschiedenen ginnan-Sorten ist Tokuro eine der größten und geschmackvollsten. Bekannt für ihre Größe – etwa doppelt so groß wie eine normale Ginkgonuss – haben Tokuro-Nüsse eine dünne Schale und einen schönen, blassweißen Farbton, was sie zu einer beliebten Wahl macht. Ihre zähe, befriedigende Textur und ihr subtiler Geschmack machen sie zu einer saisonalen Köstlichkeit, geschätzt für ihren einzigartigen Geschmack und ihre Vielseitigkeit in der japanischen Küche.
Da die Herbstsaison 2024 später als gewöhnlich eintrifft, bleibt noch Zeit, die Pracht der japanischen icho-Bäume in ihrer ganzen goldenen Herrlichkeit zu erleben. Ob Sie von ihrem auffälligen Erscheinungsbild angezogen werden oder neugierig auf das einzigartige kulinarische Erlebnis von ginnan sind – der Ginkgobaum bietet einen faszinierenden Einblick in Japans natürliche Schönheit und saisonale Traditionen. Machen Sie unbedingt einen Spaziergang unter ihren leuchtenden Blätterdächern und probieren Sie, wenn Sie abenteuerlustig sind, eine der faszinierendsten saisonalen Köstlichkeiten Japans.
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