
Dann Ware
Tobe-Porzellan wird in der Region Tobe der Präfektur Ehime im Nordwesten der Insel Shikoku hergestellt. Das weiße Porzellan mit seinem schönen, leicht bläulichen Farbton, der durch den Eisengehalt entsteht, wird nach wie vor sehr geschätzt und geliebt. Tobe-Porzellan bewahrt auch inmitten der Modernisierung seinen hohen Respekt vor traditionellen Handwerkstechniken.
Die Ursprünge der Tobe-Keramik reichen bis in die Nara-Zeit (710–784 n. Chr.) und die Heian-Zeit (794–1185 n. Chr.) zurück. Das von Bergen umgebene Tobe-Becken, das reich an natürlichen Ressourcen ist, eignet sich seit der Antike für die Ofenproduktion.
Während der Edo-Zeit (1603–1868 n. Chr.) begann die Porzellanproduktion in Tobe 1775, als man entdeckte, dass der in den Tobe-Bergen abgebaute Wetzstein zur Porzellanherstellung verwendet werden konnte. Später wurden in der Gegend auch andere Rohstoffe wie Glasur und Ton gefunden. Mit dem technologischen Fortschritt entwickelte sich Tobe-Ware vor allem für den Export in Überseemärkte.
Während der Showa-Zeit (1926–1989 n. Chr.) wurde die Tobe-Keramik von Förderern der japanischen Kultur anerkannt. Mingei Die Volkskunstbewegung, zu der unter anderem der Ästhetiker Yanagi Soetsu, sein Sohn, der international renommierte Designer Yanagi Sori, und der britische Keramikkünstler Bernard Leach gehörten, schätzten die Tobe-Keramik, weil sie im Gegensatz zur mechanisierten Keramikindustrie der Mino- und Seto-Zeit die handwerklichen Techniken antiker Töpfer bewahrte.
Tobe-Keramik gilt als traditionelles japanisches Kunsthandwerk und besticht durch ihren geschmackvollen Charme und ihre Robustheit, die auf die Handarbeit und die speziellen Materialien zurückzuführen sind. Auch heute noch ist sie weltweit als Volkskunstprodukt beliebt, das die Fähigkeiten der Keramikhandwerker demonstriert.

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