
Wakasa Lackwaren
Die aus Obama City in der Präfektur Fukui stammende Wakasa-Lackwarenkunst floriert seit über 400 Jahren und macht heute über 80 % der japanischen Produktion von Lackwaren-Essstäbchen aus. Ihre charakteristische Technik beinhaltet das Einbetten von Abalone- und Eierschalen in Lackschichten, die anschließend poliert werden, um vom Meeresboden inspirierte Muster freizulegen.
Die Lackwaren von Wakasa wurzeln in traditioneller Handwerkskunst und erfüllen gleichzeitig die Bedürfnisse des modernen Lebens. Jedes Stück verkörpert Tradition und Funktionalität und verleiht dem Alltag schlichte Eleganz und besonderen Anlässen gleichermaßen Raffinesse.
Die Wakasa-Essstäbchen werden in einem aufwendigen Verfahren hergestellt, bei dem farbiger Lack in mehr als einem Dutzend Schichten aufgetragen wird, die jeweils mit natürlichen Materialien wie Abalonemuscheln, Eierschalen und Pflanzen durchzogen sind. Nach dem sorgfältigen Polieren dieser Schichten entsteht ein unverwechselbares, dreidimensionales Muster, das an Licht erinnert, das sich durch Wasser bewegt.
Die Essstäbchen werden aus robusten Hölzern wie Zelkove, Kirsche, Kastanie und Rosskastanie geschnitzt. Durch wiederholtes Lackieren und die Anwendung von Techniken wie … maki-e Und Raden (Perlmuttintarsien) verleiht jedem Stück eine raffinierte, haptische Eleganz, die Japans lange Tradition der Handwerkskunst widerspiegelt.
Einige Wakasa-Lackwaren-Essstäbchen verfügen über eine moderne Urethanbeschichtung, die sie spülmaschinenfest macht und gleichzeitig die raffinierte Kunstfertigkeit und den Geist der japanischen Handwerkstradition bewahrt.

Die Wakasa-Lackwaren entstanden, als sich der einheimische Lackkünstler Matsuura Sanjuro von einer Art chinesischer Lackwaren inspirieren ließ, die als … bekannt ist. zonsei und versuchte, die Schönheit des Meeresbodens durch seine Arbeit einzufangen.
Zwischen 1658 und 1660 wurde die Technik formalisiert und vom Feudalherrn von Obama als „Wakasa-Lackwaren“ bezeichnet. Später wurde sie als Nebenerwerb für Samurai niedrigeren Ranges gefördert und entwickelte sich schließlich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig des Lehens. Gegen Ende der Edo-Zeit (1603–1868 n. Chr.) hatten sich über 200 Dekorationstechniken, darunter Blattgold, Raden und Maki-e, entwickelt, was die Blütezeit dieses Handwerks einleitete.
Nach der Meiji-Zeit (1868–1912 n. Chr.) florierte die Wakasa-Lackwarenkunst weiterhin als regionale Spezialität und wurde 1978 als traditionelles japanisches Handwerk anerkannt. Heute führt sie ihr handwerkliches Erbe fort und entwickelt sich gleichzeitig durch moderne Techniken wie Transferdruck und spülmaschinenfeste Oberflächen weiter, wodurch die Tradition an das moderne Leben angepasst wird, ohne ihren Geist zu verlieren.

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