Probieren Sie die Essenz des Sommers: Herstellung von Umeshu (Pflaumenwein) und Pflaumensirup
Von Yamada Minako
In Japan werden während der Regenzeit einige Getränke aus „Ume“ (japanischen Pflaumen) zubereitet. Es gilt als Sommertradition, sie zu trinken, sobald sie fertig sind.
Welchen Eindruck haben Sie? Einen negativen? Oder eher fremd?
Ume-Saft sorgt an heißen Tagen für eine erfrischende Abkühlung und ist überraschend einfach zuzubereiten. Er lässt sich leicht zu einem alkoholischen Getränk verarbeiten, sodass er sowohl Erwachsenen als auch Kindern schmeckt.
Moderator: Yamada Minako
Autor und Redakteur Sie ist Inhaberin eines Kulturraums in Tokio mit dem Thema „Literatur, Vintage-Kleidung und Café“. Ihr besonderes Interesse gilt primitiver Kunst, zeitgenössischer Kunst, Philosophie, Kulturanthropologie und Diskursanalyse.
Seit ich von zu Hause ausgezogen bin und alleine wohne, habe ich seltener Gelegenheit, Ume-Saft zu trinken. Selbst jetzt, im Sommer, entdecke ich ab und zu Speisekarten mit „hausgemachtem Ume-Saft“ in gemütlichen Restaurants.
Es erinnert mich an die intensive Sommersonne, das Geräusch eines auf Hochtouren laufenden Ventilators und den Gesang der Insekten draußen.
Ich muss ungefähr zehn Jahre alt gewesen sein. Es waren die Sommerferien nach der Grundschule. Ich war schon oft im Schwimmbad gewesen, hatte viel Zeit mit Freunden verbracht und sogar Feuerwerkskörper gezündet. Es hat Spaß gemacht. Doch inmitten der endlos scheinenden, eintönigen Tage begann ich, die lang ersehnte Pause während der Schulzeit zu vermissen. Ich lag faul herum und beschwerte mich über die Hitze, und da bot mir meine Mutter ein erfrischendes Glas Ume-Saft an.
Der Geschmack des Pflaumensafts weckt bei mir nostalgische Familienerinnerungen.
Als in unserem Büro das Thema japanische Pflaumenzubereitung („Ume-shigoto“) zur Sprache kam, kamen mir natürlich Kindheitserinnerungen in den Sinn, und ich verspürte auch den Wunsch, sie selbst zuzubereiten.
Los geht's!
Dieses Mal haben meine Bürokollegen und ich gemeinsam Pflaumensaft und „Umeshu“ (Pflaumenwein) zubereitet. Es ist eine besondere Freude, in einer kleinen Gruppe zusammenzuarbeiten, Erinnerungen auszutauschen und sich zu unterhalten.
Jetzt lasst uns anfangen, sie herzustellen!
Zunächst einmal die Dinge, die wir verwendet haben.
Entfernen wir die Stiele mit einem Zahnstocher. Man führt es leicht in die Mitte des Stiels ein, kippt ihn zur Seite und zieht ihn vorsichtig heraus. Es ist befriedigend zu sehen, wie es sich sauber löst. Es macht tatsächlich süchtig …
Geh in die Küche und spüle die Pflaumen mit Wasser ab.
Tupfen Sie die Früchte gründlich mit einem Tuch trocken. Wischen Sie auch die Stelle ab, an der der Stiel entfernt wurde. Feuchtigkeit sollte vermieden werden, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Sterilisieren Sie den Behälter mit Alkohol. Ist die Flasche hitzebeständig, können Sie sie auch auskochen. Dieser Schritt ist notwendig, um einen leckeren und sicheren Pflaumensirup herzustellen.
Schichten Sie in dem Behälter abwechselnd Pflaumen und Kandiszucker. Schütteln Sie die Flasche gut, um eventuelle Lücken so gut wie möglich zu füllen. Lücken können das Auflösen des Zuckers erschweren.
Der alkoholfreie Pflaumensirup ist an diesem Punkt fertiggestellt.
Für Pflaumensaft die Pflaumen nach etwa 10 Tagen Einweichzeit aus der Mischung nehmen. Das Schrumpeln der Pflaumen ist das Kriterium dafür, wann sie herausgenommen werden sollten.
Wenn Sie Umeshu zubereiten möchten, gießen Sie den weißen Schnaps von oben in das Gefäß.
Für den Wein die Pflaumen nach etwa drei Monaten entfernen, dann ist er genussbereit.
Lagern Sie die Mischung an einem kühlen, dunklen Ort und bewegen Sie die Flasche mehrmals täglich vorsichtig, damit sich der Kristallzucker auflöst. Sollten die Pflaumen anfangen zu faulen, setzt die Gärung ein.
Gemeinsam Spaß in der Gruppe
Ich erinnerte mich an die Zeit, als ich während meiner Studienzeit zum ersten Mal selbst Umeshu zubereitete und wir ein lustiges Beisammensein mit Freunden im Studentenwohnheim hatten.
Das Putzen jeder einzelnen Pflaume mag zunächst mühsam erscheinen, doch in einer Gruppe mit Freunden oder der Familie wird es zu einer vergnüglichen und schnellen Angelegenheit. Das gemeinsame Arbeiten im Kreis und die dabei stattfindenden Gespräche schaffen unvergessliche Momente.
Als ich die Stiele entfernte und die Pflaumen einzeln abtupfte, fand ich jede einzelne einfach entzückend! Die feine Härchenstruktur der Pflaumen fühlt sich angenehm an, und die runde Form ist niedlich und lässt sich gut rollen. Das Selbermachen verstärkt das Gefühl der Verbundenheit.
Ich bin gespannt, wie sich der Pflaumensirup jeden Tag verändert. Vergessen Sie nicht, auch das Endergebnis zu überprüfen!
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