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Die japanische Welt von Gold

Hier stellen wir Ihnen die Bedeutung von Gold in Japan vor und zeigen Ihnen Geschirrteile, die die japanische Ästhetik widerspiegeln.

Team MUSUBI·January 24, 2023
The Japanese World of Gold

In vielen Ländern symbolisieren Gold und seine Farbe Reichtum, Wohlstand und elegante Pracht. Dieses glitzernde, gelbe Metall war eines der ersten, das international als wertvoll anerkannt wurde.


Der Wert des Goldes hat es weltweit zu einer Art Währung gemacht. Japan führte ab der Meiji-Zeit (1868–1912) den „Goldstandard“ ein – ein System, in dem zahlreiche Länder den Wert ihrer Währungen an eine bestimmte Menge Gold koppelten.


Darüber hinaus wurde Gold in Japan zur Verkörperung von Macht, buddhistischen Glaubensvorstellungen und Schönheit in der japanischen Kunst verwendet. Die großzügigen Mengen, die in der japanischen Architektur und den kunstvollen Kunstwerken zum Einsatz kommen, ziehen bis heute viele Besucher an.


Hier stellen wir Ihnen die Bedeutung von Gold in Japan vor und zeigen Ihnen Geschirrteile, die die japanische Ästhetik widerspiegeln.


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Gold und Macht

Man sagt, die Verwendung von Gold in Japan gehe auf das fünfte und sechste Jahrhundert zurück und sei von den Nachbarländern China und Korea eingeführt worden. Gold Gold war den Wohlhabenden vorbehalten, und Schmuckstücke wie Ohrringe wurden in „Kofun (alten Gräberfeldern)“ ausgegraben. Es war äußerst selten, dass das einfache Volk Gold zu Gesicht bekam, geschweige denn es selbst erwerben konnte.

Auch in späteren Epochen galt Gold als Symbol für Reichtum und Macht, und die Verwendung von Blattgold für Möbel und Burgtürme wurde für Feudalherren zum Mittel, ihren Status zur Schau zu stellen. Toyotomi Hideyoshi (1537–1539), einer der großen Einiger Japans, war besonders angetan von solchen prunkvollen Darstellungen. Er ist bekannt dafür, seine Burg mit Blattgoldfliesen verziert und im Kaiserpalast in Kyoto einen goldenen Teeraum errichten zu lassen.

Während der Regierungszeit von Tokugawa Ieyasu (1543-1616), dem Gründer des Tokugawa-Shogunats, wurde die Produktion von Blattgold und Blattsilber streng kontrolliert, um das Wirtschaftssystem zu steuern. Das Shogunat verfügte schließlich, dass die Herstellung von Blattgold und Blattsilber außerhalb von Edo (dem heutigen Tokio) und Kyoto verboten war. Die Notwendigkeit, Produktion und Vertrieb genau zu überwachen, verdeutlicht die immense Macht, die das Shogunat damals in Japan besaß.

Gold und Buddhismus

Die Einführung des Buddhismus im späten 6. Jahrhundert beeinflusste maßgeblich die Verwendung von Gold in der japanischen Kunst und Architektur. Im Buddhismus gilt Buddha als aus Gold bestehend. Daher dient Gold in der buddhistischen Kunst nicht nur der Zurschaustellung von Pracht, sondern symbolisiert auch Leuchtkraft und Mystik. Es bildet eine Grenze zwischen anderen Farben und erzeugt einen strahlenden Effekt. Darüber hinaus wird Gold, sowohl eine dekorative als auch eine heilige Farbe, auf Masken für das Noh-Theater (klassische japanische Tanzdramen) verwendet, um das buddhistische Paradies oder Gottheiten darzustellen.

Der offiziell als Rokuon-ji (Hirschgartentempel) bekannte Kinkaku-ji („Tempel des Goldenen Pavillons“) in Kyoto ist ein Rinzai-Zen-Tempel des Shokoku-ji-Zweigs und ein herausragendes Beispiel buddhistischer Architektur. Der goldene Pavillon, der sich auf dem Tempelgelände befindet, wurde ursprünglich als Teil der privaten Kitayama-Villa für Shogun Ashikaga Yoshimitsu (1358–1409) erbaut. Die beiden obersten Ebenen sind reich mit 20 Kilogramm Blattgold verziert.
Zu Yoshimitsus Lebzeiten empfing der Pavillon hochangesehene Besucher wie Kaiser Gokomatsu (Regierungszeit 1392–1412). Sein goldener Glanz und der umliegende Garten wurden mit einem buddhistischen Paradies verglichen. Nach Yoshimitsus Tod wurde die gesamte Villa in eine heilige Stätte umgewandelt, und der goldene Pavillon beherbergte alte buddhistische Reliquien. Da es ein altes buddhistisches Sutra gibt, das besagt, dass die Gebeine Buddhas in einem goldenen Gefäß aufbewahrt werden, kann man sagen, dass der Pavillon den idealen Ort dafür bot.

Gold und japanische Kunst

Gold Gold spielte eine bedeutende Rolle bei der Verzierung japanischer Architektur, Produkte und literarischer Werke. Bereits in der Heian-Zeit (794–1192) wurden buddhistische Statuen und Tempel mit Gold verziert, um das Übernatürliche darzustellen. Japan übernahm die chinesische Praxis, Sutras in Goldkalligrafie zu verfassen, und verzierte damit auch Waka-Gedichtsammlungen und Bildrollen. Dies geschah mithilfe der Technik „Haku Chirashi“ (Gold- und Silberstreuung), bei der Gold- und Silberblätter in verschiedene Formen geschnitten oder zerkleinert und auf Papier aufgebracht wurden.

„Maki-e (Streumuster)“ ist eine weitere Technik, die sich in der Heian-Zeit entwickelte. Dabei wurde Gold- und Silberpulver auf eine mit Lack bemalte Oberfläche gestreut. Diese Technik diente zur Verzierung von Gegenständen wie „Inro (tragbaren Schmuckkästchen)“ und der Einrichtung wohlhabender Familien.

In späteren Epochen verkörperte „Kintsugi (goldene Fugen)“ Wabi-Sabi, eine Kulturphilosophie, die Einfachheit und Ruhe in den Vordergrund stellte, sowie deren Ästhetik. Die Kintsugi-Technik diente der sorgfältigen Reparatur zerbrochener Keramik, indem Risse mit Lack ausgebessert wurden, der mit Goldstaub bestäubt oder vermischt war.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gold in der japanischen Geschichte seit jeher alles symbolisiert, von Reichtum bis hin zu Heiligkeit. Es ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt und lässt sich in einer Vielzahl wunderschöner Kunstwerke bewundern. Japanisches Tafelgeschirr macht den zarten und eleganten Charme von Gold erlebbar. Entdecken Sie die ganze Vielfalt des Goldes – von goldbemalten Vasen bis hin zu mit Blattgold verzierten Tischen und Tellern. HierDie

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