Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

Welche Bedeutung haben die auf japanischem Geschirr abgebildeten Tiere?

Entdecken Sie die Symbolik der Tiermotive auf japanischem Geschirr und wie sie die Jahreszeiten widerspiegeln, gute Wünsche übermitteln und vieles mehr.

Team MUSUBI·October 22, 2024
What Is the Meaning of Animals Painted on Japanese Tableware?

Obwohl florale Motive und traditionelle Muster die japanische Tischkultur prägen, lohnt es sich, auch die Designs mit Tiermotiven zu entdecken. Das Geschirr reicht von niedlich und kreativ bis elegant und dezent, wobei die abgebildeten Tiere eine glückverheißende Bedeutung und eine reiche kulturelle Symbolik besitzen.


In der japanischen Kultur werden Tiere oft mit bestimmten Jahreszeiten in Verbindung gebracht. Ein Goldfisch beispielsweise gilt in Japan allgemein als visuelles Symbol des Sommers, während ein Kaninchen sofort Assoziationen mit Otsukimi, der „Herbstmondbetrachtung“, weckt.


Viele Tiere sind mit bestimmten symbolischen Bedeutungen verbunden, und ihre Einbindung in Geschenke oder Tischdekorationen kann positive und segensreiche Assoziationen hervorrufen. Phönix und Drache gelten als Glücksboten, während der Kranich für ein langes Leben steht.


Lassen Sie uns die häufigsten Tiermotive auf japanischem Geschirr erkunden, um Ihnen bei der Suche nach Ihrem Lieblingsmotiv zu helfen.

Neko-Katzenmotiv

Katzen sind zu ikonischen Symbolen der japanischen Kawaii-Kultur, also der „Niedlichkeitskultur“, geworden, wie Figuren wie Hello Kitty beweisen. Ob spielend, zusammengerollt oder friedlich schlafend – Katzen sind in jeder Pose bezaubernd und daher ein beliebtes Motiv im japanischen Geschirrdesign. Auch die „Glückskatze“, die traditionell in Geschäften aufgestellt wurde, um Wohlstand und Glück anzuziehen, erfreut sich in letzter Zeit zunehmender Beliebtheit als Dekorationsobjekt für Wohnräume.

Die Japanische Bobtail ist eine in Japan heimische Rasse, die sich durch ihre charakteristischen Merkmale auszeichnet, darunter ein leicht gerundetes Gesicht, mittlere Statur, kräftige Gliedmaßen und kurzes Fell. Merkmale wie kurze oder krumme Schwänze, die im Westen eher selten sind, sind relativ typisch. Besonders reizvoll an japanischen Katzen ist die Vielfalt ihrer Fellfarben – weiße, schwarze oder rostfarbene Katzen, Tiger- oder Schildpattkatzen sowie Katzen mit gemischten Mustern – jede mit ihrem ganz eigenen Charakter.

Katzen sind in der japanischen Geschichte seit Langem geschätzte Haustiere. Sie wurden erstmals während der Heian-Zeit (794–1185 n. Chr.) von Aristokraten und anderen ausgewählten Bevölkerungsgruppen gehalten. In der Edo-Zeit (1603–1868 n. Chr.) wurden Katzen zu beliebten Haustieren, wie die zahlreichen Ukiyo-e-Holzschnitte belegen, auf denen sie abgebildet sind.

Ein Grund für die hohe Wertschätzung von Katzen lag in ihrer Ernährung. Anders als Hunde, die Allesfresser sind, sind Katzen reine Fleischfresser. Historisch gesehen gab es in Japan wenig Tradition im Verzehr von tierischem Eiweiß, und abgesehen vom Rattenfang war Fisch die wichtigste Proteinquelle für Katzen. Daher wird Katzen in Japan oft mit einer Vorliebe für Fisch in Verbindung gebracht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, als sich der Lebensstandard der Bevölkerung verbesserte, stieg die Zahl der Haushalte, die Katzen als Haustiere hielten, deutlich an. Heute sind sie in vielen japanischen Haushalten beliebte und vertraute Tiere.

Inu-Hund-Motiv

Die Japaner leben seit der Jōmon-Zeit (ca. 14.000 v. Chr. – 1.000 v. Chr.) mit Hunden zusammen, die damals als geschätzte Begleiter von Jägern galten. Funde aus frühen Jōmon-Ausgrabungsstätten, wo Hundeknochen sorgfältig bestattet wurden, deuten darauf hin, dass Hunde nicht nur nützlich waren, sondern auch als Familienmitglieder verehrt wurden. Diese Bestattungen belegen die hohe Wertschätzung, die die Jōmon-Bevölkerung ihren Hunden entgegenbrachte.

Innerhalb der japanischen Kulturgüterliste fallen bestimmte Tiere unter die Kategorie „Nationaldenkmäler“. Darunter befinden sich sechs japanische Hunderassen, die mit der Auszeichnung als Naturdenkmäler geehrt wurden.

Die bekannteste und am häufigsten gezüchtete dieser sechs Rassen ist der Shiba Inu. Diese kleine Rasse, bekannt für ihr wildes Aussehen, bewahrt viele Merkmale ihrer Vorfahren. Shiba Inus sind aufmerksam, etwas eigensinnig und ihren Familien treu ergeben. Mit der richtigen Erziehung eignen sie sich hervorragend als Wachhunde. Ihr ausgeprägtes Hierarchiegefühl macht ein frühes Training wichtig, und sie blühen bei Lob von ihren Besitzern richtig auf, wodurch oft starke Bindungen entstehen, die schwer zu lösen sind.

Eine weitere bemerkenswerte japanische Hunderasse ist der Akita Inu. Als einzige große japanische Hunderasse ist der Akita loyal und robust, im Temperament dem Shiba Inu ähnlich, jedoch mit einem deutlich kräftigeren Körperbau.

Sowohl der Akita Inu als auch der Shiba Inu sind weltweit bekannt. Zu den weniger bekannten japanischen Hunderassen zählen der Hokkaido Inu, der Kai Ken, der Kishu Ken und der Shikoku Inu.

Barrierefisch-Motiv

Japan, ein Inselstaat mit reichlich Zugang zum Meer, nutzte Fisch seit der Jōmon-Zeit als wichtigste tierische Proteinquelle. Daher sind Fischmotive tief in der japanischen Kultur verwurzelt und finden sich häufig auf Geschirr, was diese historische Verbindung zum Meer symbolisiert.

Kingyo-Goldfisch-Motiv

Motive mit Goldfischen (Kingyo) symbolisieren Schönheit und Eleganz. Der Goldfisch, eine domestizierte Karpfenart, wird für seine leuchtenden Farben – von Weiß und Rot bis Gold und Schwarz – und seine eleganten, fließenden Flossen bewundert. Seit der Edo-Zeit sind Goldfische nicht nur als Zierfische in Aquarien beliebt, sondern auch als dekoratives Motiv. Sie finden sich häufig in traditionellem japanischem Kunsthandwerk wie Sommerkimonos und Geschirr. Als Wassertiere werden Goldfische oft mit der Erfrischung des Wassers assoziiert und sind daher in Japan ein Symbol des Sommers.

Tai-Seebrassen-Motiv

Tai-Motive mit der Goldbrasse hingegen symbolisieren Glück. Die Goldbrasse gilt in Japan als einer der begehrtesten Speisefische und ist für ihr festes Fleisch und ihren schmackhaften Geschmack bekannt. Sie ist ein häufiges Motiv bei festlichen Anlässen und aufgrund ihrer glückverheißenden Eigenschaften eine beliebte Wahl für Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Neujahrsfeste. In traditionellen japanischen Designs wird sie oft im festlichen Kontext verwendet.

Tori-Vogel-Motiv

Vögel gehören zu den wenigen Lebewesen, die fliegen können, weshalb sie in vielen Kulturen seit Langem mit dem Himmel und der spirituellen Welt in Verbindung gebracht werden. In Japan haben Vögel im Shintoismus eine besondere Bedeutung, wo sie als Boten der Götter verehrt werden. Diese heilige Symbolik hat dazu geführt, dass Vögel im Laufe der Geschichte häufig in japanischen Kunstformen wie Gemälden, Skulpturen und traditionellem Kunsthandwerk dargestellt werden.

Aufgrund ihres hohen Ansehens sind Vögel auch ein beliebtes Motiv im japanischen Geschirrdesign. Ihre Präsenz auf künstlerischen und Gebrauchsgegenständen verbindet den Alltag mit spirituellen Überzeugungen und spiegelt die tiefe kulturelle und religiöse Verbundenheit Japans mit der Natur wider.

Tsuru-Kranich-Motiv

In der traditionellen japanischen Kultur gilt der Kranich (Tsuru) als hochverehrtes Symbol für Langlebigkeit und Glück. Einst glaubte man, Kraniche könnten tausend Jahre alt werden, was zu ihrer Verbindung mit einem langen Leben beitrug. Daher sind Kraniche zu einem beliebten Motiv geworden, insbesondere für Gegenstände, die zu besonderen Anlässen bestimmt sind. Geschirr mit Kranichmotiven wird häufig bei Feierlichkeiten und als Erinnerungsgeschenk verwendet, insbesondere um Großeltern oder ältere Verwandte zu ehren und ihnen weiterhin Gesundheit und Glück zu wünschen.

Dieses Motiv besitzt weiterhin einen hohen kulturellen Wert und ist häufig bei Hochzeiten, Neujahrsfeiern und verschiedenen anderen festlichen Anlässen zu sehen.

Suzume-Sperlingsmotiv

Spatzen, oder Suzume, sind kleine Vögel, die in Japan und weltweit verbreitet sind, aber in der japanischen Kultur einen besonderen Platz einnehmen. Trotz ihrer alltäglichen Präsenz sind Spatzen in Japan sehr beliebt und tauchen häufig als Figuren in Volkssagen und traditionellen Erzählungen auf, wie zum Beispiel … Shita-kiri Suzume (Der Spatz mit der abgeschnittenen Zunge), ein beliebtes Kindermärchen.

Spatzen sind das ganze Jahr über zu sehen, aber im Winter werden sie oft dargestellt als Fukura-Suzume—Spatzen mit aufgeplustertem Gefieder zum Wärmen. Dieses charmante Bild des runden, aufgeplusterten Spatzen ist ein beliebtes Motiv in Haikus zur Jahreszeit und spiegelt das gemütliche Aussehen des Vogels bei kaltem Wetter wider. Der Spatz (Fukura-suzume) symbolisiert Wärme und Freundlichkeit und wird in Wintergedichten und -kunstwerken oft verwendet, um ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln.

Hou-ou-Phönix-Motiv

Der hou-ouDer Phönix ist einer der bedeutendsten mythischen Vögel der ostasiatischen Kultur, insbesondere Japans. Ursprünglich aus China nach Japan eingeführt, trägt der Phönix eine tiefe symbolische Bedeutung und wird oft mit Wiedergeburt, Unsterblichkeit und göttlicher Gnade in Verbindung gebracht. In der chinesischen und japanischen Mythologie erscheint der Phönix nur in Zeiten des Friedens und des Wohlstands und verkörpert so eine harmonische und erfolgreiche Herrschaft.

Ein bekannter Aspekt der Phönixlegende ist der Glaube, dass seine Eier heilende Kräfte besitzen und Unsterblichkeit verleihen. Diese Legende hat verschiedene Bereiche der japanischen Kultur durchdrungen, darunter auch Manga. Tezuka Osamu, einer der einflussreichsten Manga-Zeichner Japans, erforschte diesen Mythos in seiner berühmten Serie. Hallo nein Tori (Der Phönix), in dem der Phönix als spiritueller Vogel dargestellt wird, der die Zyklen von Leben, Tod und Wiedergeburt beherrscht. In diesem Werk wird der Phönix als machtvolles Symbol des ewigen Lebens dargestellt und erforscht tiefere Themen wie das Streben der Menschheit nach Unsterblichkeit und den Sinn des Daseins.

Usagi-Kaninchenmotive

Kaninchen gelten in östlichen Kulturen seit Langem als Frühlingssymbole und werden aufgrund ihres sanften und ruhigen Wesens mit Frieden und häuslicher Geborgenheit assoziiert. Ihr liebenswertes Aussehen hat sie in Japan sehr beliebt gemacht und viele Kawaii-Charaktere inspiriert, darunter populäre Maskottchen und kulturelle Ikonen.

Neben ihrer Verbindung zum Frühling werden Kaninchen in Japan auch mit dem Mond in Verbindung gebracht. In der japanischen Folklore soll das Kratermuster des Mondes einem Kaninchen ähneln, das Reiskuchen (Mochi) backt – ein Glaube, der sowohl in der japanischen als auch in der chinesischen Mythologie wurzelt. Daher werden Kaninchen nicht nur mit dem Frühling, sondern auch mit dem Herbst assoziiert, insbesondere während der Tsukimi-Mondfeste, wo sie oft neben dem Vollmond dargestellt werden.

Kaninchen spielen in der japanischen Mythologie seit der Antike eine heilige und glückverheißende Rolle. Sie symbolisieren Fruchtbarkeit und Wohlstand (aufgrund ihrer Fähigkeit, viele Nachkommen zu zeugen) sowie Glück. Der Sprung wird oft mit Fortschritt oder einem positiven „Sprung“ nach vorn im Leben in Verbindung gebracht. Darüber hinaus gelten die langen Ohren des Hasen als Glücksbringer und unterstreichen so seinen Status als Symbol für Glück und Wohlstand.

Wähle dein Lieblingstiermotiv!

Verleihen Sie Ihrem Tisch Charme und Persönlichkeit mit entzückendem Geschirr mit Tiermotiven! Ob niedlich, witzig oder elegant – Geschirr mit Tiermotiven bringt eine beruhigende Note und einen Wow-Effekt in jedes Ambiente. Die Motive sind in verschiedenen Stilen erhältlich und ermöglichen es Ihnen, unterschiedliche Atmosphären zu schaffen – von lebhaften, verspielten Tischen, die Kinder lieben werden, bis hin zu eleganten Arrangements, perfekt für entspannte Mahlzeiten.


Wählen Sie Ihre Lieblingstiermotive, um einen Essbereich zu gestalten, der Ihren Stil widerspiegelt. Ob verspielte Hasen, elegante Kraniche oder fröhliche Goldfische – diese Motive werten Ihre Tischdekoration auf und machen jede Mahlzeit zu einem besonderen Erlebnis.

Leave a comment

Stay close to the craft

Now and then, a quiet letter — new stories, seasonal notes, and the hands behind the work.