
„Kiji-shi“, Drechselhandwerker von Yamanaka-Lackwaren
Von Team MUSUBI
Die Ursprünge der Yamanaka-Lackwaren lassen sich etwa 400 Jahre zurückverfolgen (Azuchi-Momoyama-Zeit). Eine Gruppe von „Kiji-shi“ (Holzdrechslern), die ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Holzgeschirr in den Bergen verdienten, ließ sich in Manago, flussaufwärts von Yamanaka Onsen (Thermalquelle), nieder und begann, Holz zu Lackwaren zu verarbeiten.
Lackwaren werden im Wesentlichen von einem Drechsler („Kiji-shi“), der das Holz drechselt, und einem Lackierer („Nuri-shi“) hergestellt. Yamanaka-Lackwaren zeichnen sich durch ihr Holz aus und sind besonders für ihre Schalen mit einer Wischlackierung bekannt, die die Maserung des gedrechselten Holzes hervorhebt.
Inhaltsverzeichnisse
Satake-Werkstatt





Viele empfinden das fertige Produkt als viel leichter, als es in der Hand aussieht. Yamanakas Geschick, aus hartem, vertikal beschnittenem Holz dünne und flexible Formen zu fertigen, zählt in ganz Japan zu den besten Holzhandwerkern.
Wenn Herr Satake zwischen seinen Projekten Zeit findet, kreiert er auch eigene Kunstwerke. Er sagt, er lasse sich von verschiedenen Kunstwerken inspirieren, nicht nur von Holzarbeiten, sondern auch von Kunstausstellungen und anderen Orten, und verarbeite diese Inspiration in seinen eigenen Kreationen. Ich durfte eines seiner Tabletts, das er zuvor angefertigt hatte, in der Hand halten und war überrascht, wie leicht es war. Ich glaube, es war etwa ein Fünftel so leicht, wie es aussah.

Die Anfertigung dauerte über drei Monate, da das Stück jeden Tag Stück für Stück geschnitzt wurde, wobei man stets darauf achtete, die Stelle zu finden, an der die Holzmaserung am schönsten zur Geltung kam. Der Glanz des mehr als 30 Mal aufgetragenen Wischlacks war überaus elegant.
Herr Satake bezeichnet sich selbst als Filmfan und verbringt seine freien Tage oft im Kino. Er ist ein sehr freundlicher Mensch, hat aber ein ausgeprägtes Gespür für Holz, und ich konnte seinen Stolz und seine Leidenschaft für handwerkliches Können spüren.
Yamanaka Shikki Kogei Workshop

Die nächste Werkstatt, die wir besuchten, war Yamanaka Lacquer Ware Kogei, die sich auf die Herstellung großer Teller und Tabletts namens "Itamono" spezialisiert hat.
Außerhalb der Werkstatt lagen Stapel großer Bretter, die aus waagerechten Hölzern geschnitten waren, und ausgehöhlte runde Stücke davon wurden im Inneren gelagert.


Korpus und Deckel des Jubako bestehen nicht aus verleimtem Sperrholz, sondern aus Holzblöcken wie diesem, die sorgfältig auf eine Dicke von etwa 5 mm zugeschnitten werden. Nur mit dieser Fertigungsmethode lässt sich die nahtlose und schöne Maserung erzielen. Allein der Zuschnitt erfordert mehrere Arbeitsschritte und ist sehr zeitaufwendig. Wer diesen Vorgang einmal gesehen hat, versteht daher, warum das Produkt stets vergriffen ist.
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