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Nishikata Ryota: The Passion and Challenges of Tsuiki

Nishikata Ryota: Die Leidenschaft und die Herausforderungen von Tsuiki

Von Team MUSUBI

Nishikata Ryota war ein Handwerker von Tsuiki Seit 22 Jahren arbeitet er mit seinem Vater, Nishikata Masashi, und seinem jüngeren Bruder Hiroshi zusammen.


Tsuiki ist eine Metallbearbeitungstechnik, bei der Metallplatten, beispielsweise aus Gold, Silber, Kupfer und Zinn, gehämmert und geprägt werden. Diese komplexe Methode umfasst zahlreiche Arbeitsschritte und erfordert viel handwerkliches Können sowie beträchtliche Fachkenntnisse.


Am Fuße des Berges Yahiko in der Präfektur Niigata gelegen, befindet sich Seigado in einer Region, in der vor etwa 300 Jahren hochwertiges Kupfer gefunden wurde und in der die Kunst des Tsuiki seither gepflegt wird. Als das Team Musubi Seigados Werkstatt besuchte, teilte Ryota seine Leidenschaft für das Handwerk und seine Herausforderungen bei der Entwicklung von Techniken und der Herstellung von Produkten mit.

Into the World of Tsuiki

Schon als Kind hatte Ryota Freude daran, Dinge zu gestalten und zu zeichnen. Mit dem Wunsch, Kunsthandwerker zu werden, besuchte er eine Universität, wo er unter anderem Keramik und Glaskunst studieren konnte. Besonders die Metallverarbeitung faszinierte ihn, und er wollte in die Fußstapfen seines Vaters treten und sich auf die Herstellung von Tsuiki-Gegenständen spezialisieren. Inspiriert von den vielen Absolventen beschloss er, zunächst ein Aufbaustudium zu absolvieren, bevor er in den Familienbetrieb einstieg.
Seigado wurde kurz nach Kriegsende 1945 von Nishikata Minori (1917–1996), dem Gründer der ersten Generation, gegründet. Mitsunori hatte in Tsubame eine Ausbildung zum Metallgraveur absolviert und sich in Bunsuimachi (heute ein Stadtteil von Tsubame) selbstständig gemacht, wo sich auch sein Elternhaus befand. 1991 verlegte die zweite Generation, Nishikata Masashi, die Werkstatt an den Fuß des Berges Yahiko und erweiterte die Räumlichkeiten um ein Ladengeschäft, in dem Kunden die Produkte besichtigen und erwerben können.

Tradition: Nicht nur bewahren, sondern herausfordern

In Seigados Werkstatt werden die Farben der Metallarbeiten sorgfältig benannt, um ihre subtilen Unterschiede in Farbton und Nuance hervorzuheben. Reines Rot heißt beispielsweise „Rot“. Benishokuund Rot gemischt mit Blau oder Braun wird genannt akaneiroDie rote Farbe entsteht durch Erhitzen des Kupfers bis kurz vor dem Durchbrennen. Alle für den Trinkgenuss bestimmten Produkte aus rotem Tsuiki, wie beispielsweise Tassen, sind innen verzinnt. Dies ist entscheidend, um den charakteristischen metallischen Kupfergeruch und die Bildung von Grünspan im Laufe der Zeit zu verhindern.

Beim Auskleiden roter Gegenstände mit Zinn kann die dabei verwendete Flamme die rote Farbe beschädigen. Umgekehrt führt das Auftragen von Farbe nach dem Verzinnen dazu, dass die Flamme die Zinnschicht vollständig abbrennt. Sein Vater hatte rote Tsuiki-Produkte wie Kerzenständer, Vasen und Teekannenständer hergestellt, aber noch nie Gegenstände, die zum Trinken bestimmt waren.

Immer wieder fragten Kunden: „Könnten Sie mir eine rote Tasse anfertigen?“, und Ryota rätselte lange, wie er diese herstellen sollte. Nach zahlreichen Versuchen mit einem Spezialisten für Oberflächenveredelung gelang es ihm schließlich. Seitdem erfreuen sich Seigados rote Tsuiki-Tassen aufgrund ihrer Seltenheit großer Beliebtheit.
Die Herstellung einer vollständig roten Tsuiki-Schale gestaltet sich jedoch nach wie vor schwierig. Oftmals entstehen dabei Produkte mit ungleichmäßiger Rotfärbung. Um diese Schalen nicht zu verschwenden, konservierte er das verbliebene Rot, wusch die verblassten Stellen sorgfältig ab und fügte dann Seigados ursprüngliches Blau oder Goldbraun hinzu. So entstanden zweifarbige Produkte, die Rot mit anderen Farben harmonisch verbinden.

Exzellenz schaffen: Das unermüdliche Streben nach Perfektion

Die Freude, etwas scheinbar Unmögliches erreicht zu haben, ist immens. Doch für Handwerker wie Ryota liegt die größte Freude darin, die Zufriedenheit derer zu sehen, die ihre Produkte bestellen. Ryota sagt: „Fertigkeiten allein bringen nichts, wenn niemand das Gemachte haben will. Ich möchte Dinge herstellen, die meine Kunden brauchen.“

Was ihn seit Beginn seiner handwerklichen Tätigkeit stets angetrieben hat, ist sein Bestreben, eine vielfältige Produktpalette zu schaffen. Mit Kupfer und traditionellen Werkzeugen zur Kupferbearbeitung möchte er ein breites Spektrum an Artikeln entwickeln: Haushaltsgegenstände, Kunstgegenstände, Produkte, die alte Techniken anwenden, und solche, die neue Methoden integrieren. „Ich möchte meine Fähigkeiten verfeinern und bessere Dinge entwerfen als die, die ich derzeit herstelle. Ich habe den starken Wunsch, sowohl meine Fertigkeiten als auch die Qualität meiner Produkte zu verbessern.“

Seitdem sein jüngerer Bruder in die Werkstatt eingestiegen ist, hat Ryota ihm nach und nach seine Aufgaben übertragen. Er sagt: „Ich möchte, dass mein Bruder Dinge tut, die nur er kann. Wir freuen uns darauf, neue Herausforderungen anzunehmen, die unser Großvater und Vater noch nicht gemeistert haben.“ Ryota hofft, dass die drei Familienmitglieder in naher Zukunft jeweils ihren eigenen, unverwechselbaren Stil entwickeln werden.

Im Herstellungsprozess ist es unglaublich wichtig, auf die Wünsche der Kunden einzugehen. Oftmals entstehen neue Methoden und Produkte aus ihren Bedürfnissen. Ryota verfeinert stetig traditionelle und neue Techniken, um Artikel herzustellen, die den spezifischen Anlässen und Vorlieben seiner Kunden gerecht werden. Die Arbeit eines Handwerkers ist ein nie endender Prozess.

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