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Koju Tenmoku

Stück:
Beschreibung

Eine Glasur in ständiger Bewegung, die sich mit unendlichen Möglichkeiten wandelt. Dieses Stück zeigt eindrucksvoll die ungezähmte Schönheit von tenmoku, während sich Muster wie Energieausbrüche entfalten und zu juwelenartigen Formationen zusammenfließen, die von innen zu leuchten scheinen. Benannt vom Meisterkeramiker Dobuchi Yoshiaki als eigene Schöpfung, vereint Koju ko (Tiger) und ju (Juwel), um sowohl die wilde, unvorhersehbare Natur der Glasur als auch die tiefen, strahlenden Kugeln widerzuspiegeln, die beim Brand entstehen – erinnern sie doch an den durchdringenden Blick eines Tigers oder das Schimmern eines Edelsteins.

Dobuchis intensive Forschung zu dieser klassischen Glasur hat zu originellen und unerwarteten Entdeckungen geführt, indem er die Unvorhersehbarkeit von tenmoku annimmt. Durch zwei- oder dreifaches Auftragen der Glasur ermöglicht er komplexe Reaktionen in der Hitze des Ofens, die komplizierte, organische Muster entstehen lassen. Kein Stück gleicht dem anderen, da sich die Glasur unvorhersehbar verwandelt – elfenbeinfarbene Streifen ziehen sich durch satte Bernsteintiefen, unterbrochen von glänzenden, glasartigen Ansammlungen.

Die Geschichte von tenmoku reicht über 800 Jahre zurück zu einem einzelnen Ofen während der südlichen Song-Dynastie in China, wo sie für ihre satte, reflektierende Tiefe verehrt wurde. Doch tenmoku ist eine Glasur der Verwandlung. Eine, die plötzlich entsteht und niemals vollständig unter der Kontrolle des Töpfers steht. Selbst nach Jahrhunderten des Studiums erscheinen ihre atemberaubendsten Variationen unerwartet, geformt durch das empfindliche Gleichgewicht von Hitze, Sauerstoff und mineralischen Reaktionen im Ofen.