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Kanbata Shinya: Eine Welt, geformt durch Begegnung

Treten Sie ein in die Welt von Kanbata Shinya, wo französische Kathedralen und Kutani-Tradition in feiner Ebicha-Linienführung zusammentreffen.

Team MUSUBI·September 29, 2026
Kanbata Shinya: A World Shaped by Encounter

Für den Kutani-Künstler Kanbata Shinya beginnt ein Gefäß lange vor dem ersten Pinselstrich. Von Ton und Form über die Aufglasurdekoration bis zur abschließenden Vergoldung dient jede Entscheidung einer einzigen Vision. Anstatt ein fertiges Gefäß zu dekorieren, konstruiert er eine ganze Welt.

Diese Welt hat sich durch bedeutsame Begegnungen im Laufe von Kanbatas Karriere geformt: mit den Techniken und Traditionen der Kutani-Ware, mit Architektur und Farben, die er an verschiedenen Orten entdeckte, und mit Menschen und Ideen aus anderen Bereichen. Zusammen haben diese Begegnungen seine Kunstfertigkeit geprägt, geleitet von dem, was ihn bewegt, und verankert im Wunsch, Werke zu schaffen, die geschätzt werden.

Mit jemandem im Sinn

Kanbatas Weg zur Keramik begann im Kunsthandwerksprogramm einer Berufsschule. Bereits am Zeichnen interessiert, entdeckte er eine Art Zufriedenheit im Ton: die Fähigkeit, etwas mit den eigenen Händen zu formen. Eine weitere frühe Erfahrung verlieh diesem Interesse eine persönlichere Dimension. Ein Gefäß, das er im Unterricht gefertigt und der Mutter eines Freundes geschenkt hatte, wurde herzlich aufgenommen. Jahre später entdeckte er, dass sie es immer noch benutzte. Dies wurde zum Ausgangspunkt für seinen Wunsch, das Herstellen zum Beruf zu machen.

„Die Gelegenheit zu haben, jemanden direkt vor mir zu sehen, der Freude an etwas empfindet, das ich gemacht habe – ich fühle mich sehr glücklich, diese Art von Arbeit machen zu können."

Mit der Zeit entwickelte sich diese Rücksicht auf die Person, die seine Arbeit erhält, zu etwas Umfassenderem. Kanbata begann nicht nur über das Gefäß selbst nachzudenken, sondern auch darüber, was seine Gegenwart der Zeit und dem Raum um es herum bringen könnte.

The above image is for illustrative purposes only.
Das obige Bild dient nur zur Veranschaulichung.

Sein Besuch in Frankreich half, dieser Idee klarere Form zu geben. Als er Orte wie die Kathedrale Notre-Dame und die Abtei Mont-Saint-Michel sah, fühlte er sich von ihrer Architektur, ihren komplizierten Details und Farben angezogen, aber auch vom Gefühl, die Räume selbst zu betreten. Beim Betreten von Kirchen und Schlössern, erinnert er sich, gab ihm das Gefühl, sich in einem heiligen Raum zu befinden, und brachte ein plötzliches Gefühl von Klarheit und Gelassenheit mit sich.

Ebicha-Saibyo Window of Colors
Ebicha-Saibyo Fenster der Farben

Was bei ihm blieb, war diese Abkehr von der gewöhnlichen Erfahrung. Sie wurde allmählich mit dem verbunden, was er mit seiner eigenen Arbeit bieten wollte.

„Anstatt einfach Muster zu zeichnen, schaffe ich mit der Idee, den Raum zu verändern oder die Atmosphäre zu verändern, sodass die Zeit, die mit einem meiner Gefäße verbracht wird, zu etwas Besonderem wird."

Eine Welt aufbauen, Stück für Stück

Im Zentrum von Kanbatas Arbeit steht die Technik, die er ebicha-saibyonennt, die komplizierte Linienführung mit der gedämpften rotbraunen Farbe kombiniert, die als ebicha bekannt ist und zu einem Markenzeichen seiner Praxis geworden ist. Doch für Kanbata existieren weder die Linien noch die Farbe als isolierte Dekoration. Sie sind Elemente innerhalb einer größeren Welt, zusammen mit dem Gefäß selbst konzipiert.

Eine Geschichte oder ein Konzept kommt zuerst. Kanbata beginnt mit einem Bild des fertigen Ganzen und arbeitet rückwärts. Aus dieser Vision entstehen die Form, die Wahl von Ton und Glasur und schließlich die Motive und ihre Platzierung. Ideen können beträchtliche Zeit in Notizbüchern und Skizzenbüchern verbringen, bevor er mit der Herstellung beginnt; wenn er sich an die Töpferscheibe setzt, weiß er bereits, wohin die Arbeit führt.

Sein eigener Vergleich ist architektonisch:

„Ich arbeite mit der Idee, eine Struktur zu bauen, wie eine Kirche oder einen Palast. Selbst innerhalb eines kreisförmigen Motivs reihe ich nicht einfach Muster aneinander. In meinem Kopf ordne ich einzelne Teile an, um ein einziges Ganzes zu schaffen."

Eines dieser Teile ist der Kreis. Sein Ursprung lässt sich auch auf die gewaltigen Rosettenfenster der Kathedrale Notre-Dame zurückführen. Kanbata erinnert sich, dass er sich fast in sie hineingezogen fühlte. Das Bild ist ihm seitdem geblieben, und das fortgesetzte Zeichnen kreisförmiger Formen dient teilweise als Erinnerung an eine Begegnung, die half, seine künstlerische Richtung in Bewegung zu setzen.

Ebicha-Saibyo Window with Gold
Ebicha-Saibyo Fenster mit Gold

Die Kreise in seiner Arbeit sind jedoch keine Symbole mit fester Bedeutung. Innerhalb einer Komposition betrachtet Kanbata sie eher als Komponenten. Er variiert ihre Größe und Ausrichtung und verbindet einige mit feinen Ketten, wodurch Bewegung über die Oberfläche entsteht. In seinen früheren Arbeiten, die sich mit Zeit und Raum befassen, könnten sie Zahnräder oder Zifferblätter suggerieren, wobei die Ketten ihre Bewegung nachzeichnen.

Arabesken werden auf ähnliche Weise angegangen. Anders als die durchgehenden Muster, die oft über ein Gefäß zu sehen sind, erscheinen Kanbatas Arabesken in einem bestimmten Bereich, ähnlich wie Ornamente, die einem Abschnitt eines Gebäudes zugewiesen sind. Kreis, Kette, Arabeske, Glasur und undekorierte Oberfläche werden als einzelne Teile einer größeren Konstruktion zusammengebracht.

Die Ebicha-Saibyo Palast im Dunst Blumenvase zeigt, wie diese Arbeitsweise auch auf das reagieren kann, was im Ofen geschieht. Ihre blassrosa Glasur war kein Effekt, den Kanbata ursprünglich erzeugen wollte, aber als sie erschien, fand er darin einen Ton, den er gesucht hatte. Er ließ Bereiche offen, damit die Glasur selbst sichtbar bleiben konnte, und balancierte ihre sanft variierende Oberfläche gegen Passagen feiner Malerei und Gold.

Ebicha-Saibyo Palace in the Haze Flower Vase
Ebicha-Saibyo Palast im Dunst Blumenvase

Für Kanbata macht ein starkes Konzept solche Anpassungen möglich. Wenn ein unerwartetes Ergebnis in der Glasur etwas zum Stück beiträgt, kann er von dem abweichen, was er ursprünglich zu malen beabsichtigte. Solange die zugrunde liegende Geschichte klar bleibt, muss eine Änderung in einem Element nicht die gesamte Komposition vom Kurs abbringen.

Der letzte Moment kommt mit Gold. Wenn die vergoldeten Bereiche zum ersten Mal aus dem Ofen kommen, sind ihre Oberflächen matt und leicht rau. Erst durch Polieren erhält das Gold seinen fertigen Glanz. Für Kanbata trägt die Veränderung besonderes emotionales Gewicht.

„Es (das Stück) beginnt lebendig zu werden. Es ist, als ob endlich ein Schalter umgelegt wurde. Erst wenn es zu funkeln beginnt, habe ich das Gefühl, dass es für mich endlich vollständig ist."

Das Polieren ist auch eine Phase, die die größte Konzentration erfordert, da zu viel Druck das Gold entfernen kann. Doch genau an diesem letzten Punkt setzt sich die Arbeit an ihren Platz. Wenn die Oberfläche zu glänzen beginnt, erreicht Kanbata die stille Gewissheit, dass das, was er sich vorgestellt hat, so zusammengekommen ist, wie es sollte.

Einen individuellen Ausdruck in Kutani-Ware finden

Kanbatas heutiger Stil entstand allmählich durch eine Reihe von Entdeckungen, nicht aus einer einzigen Quelle.

Eine der frühesten machte er während seiner Zeit am Ishikawa Prefectural Kutani Ceramic Technical Training Institute. Im Rahmen seines Studiums dort begegnete Kanbata akae-saibyo in einem Kurs, den Fukushima Buzan unterrichtete, einer der führenden Meister dieser Technik. Obwohl Kanbata schon immer detaillierte Arbeit genossen hatte, offenbarte das direkte Erlernen der Technik, wie anspruchsvoll sie tatsächlich war. Die Schwierigkeit vertiefte nur seine Faszination.

„Es war unglaublich schwierig, als ich tatsächlich begann, es zu lernen, aber ich fand es auch immens bereichernd. Von diesem Punkt an wurde meine Bewunderung für akae-saibyo sehr stark."

Da er nicht bei Fukushima in die Lehre gehen konnte, verfolgte Kanbata saibyo eigenständig weiter. Die Linien, die er heute zieht, sind das Ergebnis jahrelanger Übung und nicht etwas, das er von Anfang an beherrschte.

Die Linie war jedoch nur ein Teil des individuellen Ausdrucks, den Kanbata zu entwickeln begann. Andere entstanden durch Farbe.

Nach einer Reise durch Frankreich versuchte Kanbata, die Atmosphäre, die ihm geblieben war, mit den verfügbaren Pigmenten einzufangen, doch keines vermittelte ganz das, woran er sich erinnerte. An Steingebäude, gepflasterte Straßen und Mauerwerk denkend, begann er Pigmente zu mischen, bis er zu dem charakteristischen Ebicha gelangte, das zentral für seine Palette werden sollte.

Frankreich war nur eine Quelle. Kanbata fühlte sich auch zu Farben jenseits der traditionellen Fünf-Farben-Palette von Kutani-Ware hingezogen, darunter Türkis, sowie zu Mustern und visuellen Elementen, denen er in anderen Kulturen begegnete. Doch er sieht diese Einflüsse nicht als Mittel, seine Arbeit westlich erscheinen zu lassen, sondern als Weg, seine innere Vision auszudrücken.

„Die Gebäude dort waren aus Stein und Ziegeln gebaut, mit steingepflasterten Straßen. Ich begann, meine eigenen Pigmente zu mischen, um meine Farben diesen Tönen näherzubringen, und so gelangte ich zu Ebicha. Obwohl ich mit denselben Materialien arbeitete, stellte ich fest, dass ich eine Welt mit dem Gefühl eines Ortes jenseits Japans schaffen konnte. Das war der Moment, in dem ich zu spüren begann, dass ich vielleicht etwas Eigenes schaffen könnte."

Eine weitere Verschiebung kam durch das LEXUS NEW TAKUMI PROJECT 2018, an dem Kanbata als Vertreter Ishikawas teilnahm. Die Arbeit mit einem Mentor über den Verlauf eines Jahres ermutigte ihn, dem Konzept oder der Geschichte hinter jedem Werk größeres Gewicht zu geben und zu überlegen, wie es bei der Person, die darauf trifft, anklingen könnte. Er begann, Inspiration nicht nur aus Orten zu schöpfen, die er gesehen hatte, sondern auch aus literarischen Welten wie Der kleine Prinz und Nacht auf der Galaktischen Eisenbahn.

Das Projekt veranlasste ihn auch, erneut auf das zu schauen, was ihn in Ishikawa immer umgeben hatte. Die Begegnung mit Schöpfern aus anderen Regionen und das Hören ihrer Geschichten über ihre eigenen lokalen Materialien und Traditionen machte ihn neu bewusst für den Reichtum der Handwerkskultur, die er zu Hause hatte.

„Als ich all diese verschiedenen Geschichten hörte, fand ich mich tief verbunden mit dieser Verbundenheit zur eigenen Heimatregion. Es ließ mich wünschen, Kutani-Ware noch einmal richtig zu betrachten. Ich begann, die charakteristischen glasartigen Emails von Kutani einzubeziehen, die ich zuvor nicht sehr viel verwendet hatte, in dem Gedanken, dass vielleicht meine eigene Arbeit für jemanden eine Gelegenheit werden könnte, Kutani-Ware zu entdecken."

Selbst der Name, den Kanbata seiner Technik gibt, spiegelt diese Entwicklung wider. Der japanische Begriff saibyo wird konventionell „細描" geschrieben. Während das zweite Zeichen „Zeichnen" bedeutet, bedeutet das erste Zeichen, 細 (sai), „fein" oder „winzig" und bezieht sich auf die außerordentlich zarte Linienführung der Technik.

Kanbata wählte jedoch ein anderes Zeichen mit derselben Aussprache: 彩 (sai), was „Farbe" bedeutet. Die Entscheidung begann teilweise aus Respekt vor der Tradition, die er aus Fukushimas Werk gelernt hatte.

„Ich hatte die Technik studiert, aber ich war nicht sein Lehrling, und zu der Zeit konnte ich nicht mit diesem Grad an Feinheit zeichnen. Ich fühlte, es wäre anmaßend, 細 zu verwenden, also entschied ich mich dagegen."

Kanbata dachte zunächst, dass er 彩 vielleicht irgendwann durch 細 ersetzen würde, wenn sich seine Technik entwickelte. Stattdessen geschah das Gegenteil. Sein Engagement für Farbe wurde stärker, besonders nach dem LEXUS-Projekt. Ebicha, veränderte Blautöne und andere Pigmente, die er an seine Palette anpasste, wurden zunehmend zentral für seine Arbeit. Ein Zeichen, das zunächst teilweise gewählt wurde wegen dem, was er fühlte noch nicht beanspruchen zu können, kam dazu, die künstlerische Sprache, die er für sich gefunden hatte, präziser zu beschreiben.

Die Linien selbst offenbaren eine weitere Abweichung. Kanbata lässt subtile Veränderungen innerhalb desselben Pinselstrichs bestehen und schätzt die Bewegung des Pinsels und die Vitalität, die aus dem Zeichnen von Hand kommt. Keine Linie kann auf genau dieselbe Weise zweimal reproduziert werden, und er trägt dieses Prinzip in die fertigen Stücke, indem er Details selbst unter verwandten Arbeiten verändert, sodass jede einzeln bleibt.

Jenseits der Vollendung

Kanbata weiß, wann sich ein Werk für ihn vollständig anfühlt. Was danach geschieht, lässt er jedoch offen.

Das Ebicha-Saibyo Window of Colors macht die Unterscheidung besonders sichtbar. Das Werk greift auf eine der prägenden Quellen von Kanbatas künstlerischer Sprache zurück: die Buntglasfenster und sakralen Innenräume, die ihn in Frankreich berührten.

Kanbata beschreibt seine Arbeit als etwas, das eine weitere Dimension annimmt, wenn es sich im Besitz einer anderen Person befindet. Es kehrt zu der zuvor eingeführten Idee zurück: Ein Gefäß mag bereits in den Händen des Schöpfers vollständig sein, doch eine weitere Erfahrung wird möglich, sobald es in die einer anderen Person gelangt.

Ebicha-Saibyo Window of Colors
Ebicha-Saibyo Window of Colors

Das Ebicha-Saibyo Window with Gold in dieser Kollektion vereint praktische Überlegungen, die Kanbata durch die eigene Teepraxis gelernt hat. Kreise unterschiedlicher Größe und verbindende Ketten bewegen sich über eine Glasur, deren eigene Variationen sichtbar bleiben. Kanbata sah in der Kombination einen Hinweis auf den Verlauf der Zeit im Laufe eines Tages.

Ebicha-Saibyo Window with Gold
Ebicha-Saibyo Window with Gold

Kanbata mag einem Werk einen eigenen Titel geben, doch er beabsichtigt nicht, damit festzulegen, wie es gesehen werden soll. Er beginnt vielleicht mit einem bestimmten Bild im Kopf, kann aber nicht wissen, welche Assoziationen es für jemand anderen hervorrufen wird.

Farben, die für eine Person einen Sonnenuntergang oder Herbstlaub nahelegen, könnten für eine andere an Rapsblüten oder die ersten Zeichen austreibender Pflanzen im Frühling erinnern.

Die Ebicha-Saibyo Palace in the Haze Flower Vase überlässt der Person, die mit ihr lebt, eine andere Art von Wahl. Kanbata hat Vorder- und Rückseite bewusst unterschiedlich gestaltet. Die Vase ist bereits ohne Blumen vollständig. Sobald sie jedoch arrangiert ist, kann je nach Umgebung jede Seite zur Vorderseite werden.

Ebicha-Saibyo Palace in the Haze Flower Vase
Ebicha-Saibyo Palace in the Haze Flower Vase

Zwischen dieser Offenheit und der Präzision von Kanbatas Arbeitsweise besteht ein auffälliger Kontrast. Bevor ein Stück diesen Punkt erreicht, wurden Konzept, Form, Dekor, Pigmente und abschließende Politur sorgfältig durchdacht. Obwohl er den Moment kennt, in dem sich das Werk in seinen eigenen Händen vollendet anfühlt, bleibt offen, was es werden kann.

Wohin das Werk führt

Etwa zehn Jahre nachdem er am Ausbildungsinstitut bei Fukushima studiert hatte, traf Kanbata ihn zufällig am Flughafen Haneda. Sie hatten keinen Kontakt gehabt, doch er begrüßte Kanbata mit Namen – eine Anerkennung, die ihm viel bedeutete.

Fast weitere zehn Jahre vergingen, bevor er Kanbata einlud, an einer Gruppenausstellung in Tokio teilzunehmen. Als er auf den Weg vom ersten Lernen bei Fukushima bis zum gemeinsamen Ausstellen zurückblickte, wurde Kanbata emotional. „Es hat wirklich lange gedauert", reflektierte er. „Fast zwanzig Jahre."

In seiner künstlerischen Arbeit liegt eine besondere Beständigkeit. Kanbata nimmt ernst, woher eine Technik kommt, ohne Bewunderung als Grund zu behandeln, sie unverändert zu reproduzieren. Er studiert, was vorher kam, arbeitet geduldig durch den Prozess und überlegt sorgfältig, wie eine Technik Teil seiner eigenen künstlerischen Sprache werden kann.

Diese Suche beschränkt sich nicht mehr auf Keramik. Kanbata hat mit Glaskünstlern und mit einem Origami-Künstler zusammengearbeitet, der handgefertigtes washiverwendet, und er interessiert sich für Accessoires, Schmuck und sogar Zifferblatt-Design. Diese Möglichkeiten sind nicht der Wunsch, Kutani-Ware hinter sich zu lassen. Sie bieten andere Orte, an die die Farben und Motive, die er entwickelt hat, reisen können.

Hinter dieser Erweiterung steht eine größere Hoffnung.

„Ich möchte, dass meine Arbeit für jemanden zum Grund wird, sich für Kutanis Traditionen zu interessieren, sogar für das alte ko-Kutani. Wenn das der Zweck ist, denke ich manchmal, dass es nicht unbedingt Keramik sein muss."

Umfang und Komplexität von Kanbatas Praxis haben sich seit dem Gefäß, das er in der Oberschule für die Mutter seines Freundes anfertigte, erheblich verändert. Dennoch bleibt der Impuls dahinter erkennbar: genau hinzusehen auf das, was ihn bewegt, dessen Ursprünge mit Sorgfalt zu behandeln und letztlich etwas zu schaffen, das in den Händen einer anderen Person Bedeutung finden kann.

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